Urlaub am laufenden (Foto-)Band


CEWE Color bringt die Bilder aufs Papier

Dresden. Hier in der hell beleuchteten Halle passiert es: Die Urlaubserinnerungen der Deutschen werden zu Bildern. Die Aufnahmen von Sonne, Strand, Sehenswürdigkeiten und fröhlichen Partys nehmen in drei Maschinen, jede von ihnen 20 Meter lang, Form und Farbe an. Am laufenden Band rasen beim Fotodienstleister CEWE Color Fotos durch die Anlagen, werden belichtet, entwickelt und aufgerollt.

Bis wieder eine metergroße Rolle voll ist. Jetzt ist Bianka Verweyen dran. Ruck, zuck tauscht sie die volle Rolle gegen eine leere und fädelt wieder ein. „Das muss schnell gehen“, erklärt sie, „damit keine Maschine unnötig stoppt.“  Die Bilder sollen fix und in hoher Qualität zum Kunden.

Am Montag ist immer viel zu tun

Bianka Verweyen und ihre 90 Kollegen hier in Dresden arbeiten deshalb schnell. Das gehört zum Geschäft des Unternehmens, das an zwölf Standorten in ganz Europa und am Hauptsitz Oldenburg (Niedersachsen) Fotos aufs Papier bringt. Oder sie in Fotobüchern druckt, auf Tassen oder Mousepads.

Im vergangenen Jahr waren es rund 128 Millionen Fotos, die in Dresden hergestellt wurden, berichtet Geschäftsführer Hubertus Waechter. Gerade am Anfang der Woche geht es richtig rund. Denn übers Wochenende kommen viele Online-Bestellungen rein. Deshalb wird zum Wochenanfang etwas länger gearbeitet, bis zum Freitag ist die Arbeitszeit wieder ausgeglichen.

Waechter erklärt: „Alle Aufträge, egal ob sie per Fototasche kommen, online oder per Automat im Drogeriemarkt, werden zunächst nach Bildformat, Oberfläche oder Datenträger sortiert.“

Dann erhält jeder Auftrag eine Identifikationsnummer. Und los geht es: Belichtung, Entwicklung, Schnitt, Sortieren. Bis zum fertigen Bild läuft fast alles automatisch. Nur manchmal ist menschliche Hilfe nötig, etwa beim Verpacken. Oder bei Fotobüchern: Das Einlesen der Daten, Druck, Binden und Qualitätskontrolle erfordern handwerkliches Geschick. „Etwa eine Viertelmillion werden wir 2011 produzieren“, sagt der Geschäftsführer.

Marktanteil 40 Prozent

Ob Urlaub, Hochzeit, Schulanfang – die Souvenirs wichtiger Ereignisse lassen sich so daheim am PC hübsch zusammenstellen. Dafür stellt das Unternehmen eine einfache Software bereit. Sie wurde mehrfach von Waren-Testern ausgezeichnet.

Schnelligkeit und Qualität lassen die Firma immer wieder wachsen. 2010 etwa stieg der Umsatz um 9 Prozent auf über 450 Millionen Euro. Der Marktanteil bei der Fotover­arbeitung in Europa beträgt mehr als 40 Prozent. „Auch dank Dresden“, sagt Waechter.

Zum 20-jährigen Bestehen öffnet der Standort jetzt seine Tore: Am 10. September kann sich jeder einmal anschauen, wie aus digitalen Bilddaten Fotobücher und Fotos werden.


 

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