Mittelstand

Tragende Verbindung


DAVID setzt auf Stahl, Glas und ein gutes Betriebsklima

Schaafheim. So schnell kann es gehen: Zwei Tage Probe-Arbeit, danach hatte Thomas Trautmann einen Arbeitsvertrag mit Festanstellung in der Tasche. Der Metallbauer wundert sich manchmal immer noch, dass sein Einstieg bei DAVID Stahl- und Metallbau in Schaafheim so unkompliziert war.

Aus Liebe zu seiner Frau, einer Schaafheimerin, ist der Sachse 2008 ins Rhein-Main-Gebiet gekommen. Mehr als zwei Jahre arbeitete Trautmann bei einem anderen Betrieb, wurde von Zeitvertrag zu Zeitvertrag auf die Festanstellung vertröstet.

Dann aber stieß er auf die Firma DAVID. Firmenchef Michael Geisler nahm ihn sofort. „Gute Leute sind doch rar“, sagt er. Und Trautmann stellt schon nach kurzer Zeit fest:  „Hier kann ich mir vorstellen, alt zu werden. Die Arbeit ist abwechslungsreich und macht Spaß. Das Betriebsklima stimmt und meine Leistung wird endlich anerkannt.“

Geheimtipp für Architekten

Unternehmer Geisler hört das gern. 25 Mitarbeiter und drei Auszubildende beschäftigt sein Betrieb, darunter Schweißer, Statiker, Konstrukteure und ein Glasermeister.  „Wir sind eine Art Geheimtipp für Architekten und Bauherren, wenn es um die Konstruktionen aus Stahl und Glas geht“, erzählt er.

Geisler ist Schlosser-Meister und Betriebswirt des Handwerks (HWK). Im Oktober 2006 startete er als Ein-Mann-Betrieb. Schon bald brauchte er Unterstützung, mietete eine große Halle, kaufte neue Maschinen und stellte Mitarbeiter ein. Der Umsatz liegt heute bei 3 Millionen Euro im Jahr.

Sein Prokurist Achim Schlesinger erläutert: „Wir machen fast alles, was mit Stahl zu tun hat, vom Auftragsschweißen und dem klassischen Metallbau bis zur aufwendigen Konstruktion aus Stahl und Glas, wie die Dachkonstruktion für das Einkaufszentrum am Frankfurter Riedberg.“

Selbst Kunstobjekte hat DAVID schon produziert, darunter die „Spanische Wand“ vor dem Frankfurter Amerika Haus: Acht Meter hoch, fünf Meter breit und aus 350 einzelnen Stahlsegmenten nahtlos verschweißt.

Weder Kurzarbeit noch Stellenabbau

Und wenn, wie im Fall des Einkaufszentrums am Frankfurter Riedberg, eine Einladung zur Eröffnung kommt, schickt Geisler auch Produktionsmitarbeiter dorthin: „Sie sollen sehen, was sie geleistet haben.“

Teamgeist als tragende Verbindung. Läuft ein Jahr gut, gibt es für alle eine Gewinnbeteiligung. Im Krisenjahr 2010 fiel der Bonus anders aus: Es gab weder Kurzarbeit noch Stellenabbau.

„Wir haben die Aufträge gestreckt. Betriebswirtschaftlich ist das nicht schlau, aber zur Sicherung der Arbeitsplätze die richtige Entscheidung“, sagt Geisler, der auch in dieser Zeit zu Betriebsausflug und Sommerfest einlud. Für Konstrukteur Reiner Dick ist dieser Gemeinschaftssinn bei DAVID beispielhaft: „Wenn die Firma sich für uns reinhängt, hängen wir uns für die Firma rein.“

 

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