Im Urlaub prima betreut

Traditionsunternehmen Veritas kümmert sich in den Ferien um Kinder der Mitarbeiter

Gelnhausen. Tief gebeugt sitzen die Kinder über ihren Bastelarbeiten. Die Enttäuschung ist fast schon vergessen: Eigentlich wollten sie zum Abschluss der Veritas-Ferienspiele heute am Kinzigsee nahe Gelnhausen (Hessen) segeln gehen. „Optimisten“, Boote der kleinsten Klasse, die für Kinder und Jugendliche besonders geeignet ist, standen bereit.

„Das Wetter hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht“, sagt Katharina Hehl, stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende des weltweit tätigen Familienunternehmens Veritas. Nun freuen sich die Sechs- bis Elfjährigen aufs Abschlussfest am Nachmittag. „Die Eltern kommen, die Kinder führen ein selbst erdachtes Programm auf, wir können uns mit Müttern und Vätern austauschen.“

Seit zwölf Jahren bietet Veritas die Ferienspiele für die Kinder der Beschäftigten an. Die Idee: „Bei sechs Wochen Ferien der Kinder und drei Wochen Sommerurlaub der Mitarbeiter bleibt ein Rest, gerade wenn beide Elternteile berufstätig sind“, so Hehl. Und nicht immer haben Oma und Opa Zeit für die Kleinen. Für wenig Geld und mit Zuschüssen von Veritas sind die Kinder in der zweiten Augustwoche von 8 bis 16.30 Uhr in der firmeneigenen Villa Kunterbunt mit ihrem großen Garten gut aufgehoben.

Frühstück, Mittag, Getränke und etwas Süßes am Nachmittag gehören ebenso dazu wie Spiel und Spaß im Tobe- oder Verkleidungszimmer oder im Bastelbereich – stets unter pädagogischer Betreuung. Besuche beim Bäcker oder Steinmetz mit einem Blick hinter die Kulissen sorgen für große Augen.

Betreut werden die Kinder von einem Team pensionierter Veritas-Mitarbeiter um die Umweltpädagogin und Erzieherin Monika Klose und die ehemalige Betriebsrätin Helga Kircher. Dieses Jahr verstärkt Sabine Starfinger die Truppe. Sie ist Lernbegleiterin im Fachbereich Sport der örtlichen Montessori-Schule und Trainerin für Kunstturnen.

„In den letzten Jahren sind die Anmeldungen zurückgegangen“, bedauert Katharina Hehl. Daher lasse sich meist nur noch eine Woche realisieren. „Das liegt wohl an parallelen Veranstaltungen anderer Anbieter, die unsere erfolgreiche Idee aufgegriffen haben.“

Deshalb hat das Ferienspiele-Team dieses Jahr erstmals auch Osterferienspiele organisiert und sie für Freunde der Mitarbeiter-Kinder geöffnet. „Wir würden uns natürlich freuen, wenn wieder mehr Kinder bei uns angemeldet werden“, hofft Katharina Hehl. „Das Angebot soll schließlich dazu beitragen, Familie und Beruf besser vereinbaren zu können.“


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