Lack-Experten

Ton in Ton für Oldtimer


Da schaut der Lackierer genau hin: Denn Weinrot ist nicht gleich Weinrot. Es gibt zig Feinabstufungen. Foto: BASF

BASF Coatings: Hier findet sich ein passender Reparturlack

Münster. Hilfe: Ein Kratzer im Kotflügel! Was für den normalen Autofahrer nur ärgerlich ist, kann den stolzen Besitzer eines Oldtimers echte Nerven kosten. Schließlich sind sogar Spezialisten oft ratlos, wenn bei einem Mercedes von 1924 oder bei einem Golf der ersten Generation der Lack ab ist.

Liebhaber klassischer Autos wie Franz Dorsch haben diese bittere Erfahrung oft gemacht. Dorsch fährt einen Opel Kapitän von 1962 – in Malagarot. „Den würde ich gern an einigen Stellen lackieren, aber da hieß es in der Werkstatt nur: ,Ganz schwierig, da genau den richtigen Farbton zu finden.’“

Wäre Franz Dorsch vor kurzem auf der Oldtimer-Messe „Techno Classica“ in Essen gewesen, könnte er jetzt aufatmen. Dort präsentierte die BASF Coatings aus Münster nämlich die Lösung für das

Problem: ihr über 200.000 Farbtöne umfassendes Archiv von Autoreparatur-Lacken der Marke „Glasurit“. Das verhilft rasch zur passenden Farbe.

Per Vergleich zum richtigen Ton

Wie das geht? Ganz einfach: Etwa 10.000 Farbtöne sind auf kleine Kärtchen lackiert. Man hält sie neben den Autolack und  vergleicht, erklärt es Jürgen Book, der Leiter des Kundenservices von BASF Coatings: „So findet sich im Nu das passende Kleid für das alte Schätzchen.“

Egal ob die Limousine jahrelang nun in der Garage stand oder wie der Opel Kapitän von Franz Dorsch Jahrzehnte Sonne und Regen trotzte.

Dorsch würde so mit großer Sicherheit den passenden Ton für das wettergereifte Malagarot seines Opels finden. Denn allein für die Farbe Rot bietet das System der Münsteraner 15 sogenannte Farbton-Blöcke mit jeweils etwa 200 Feinabstufungen. Book: „Die Treffsicherheit liegt bei über 90 Prozent. Das gilt selbst für die Farben der allerältesten Autos.“

Wind und Wetter ließen Farben altern

Der zusätzliche Clou dabei: Man kann die „Oldies“ mit modernen Lacken auf Wasserbasis lackieren und muss nicht auf die alten Nitro-Lacke zurückgreifen – gut für die Umwelt. Die Original-Rezepturen nachzumischen, sei ohnehin nicht sinnvoll, meint Book: „Die meisten Oldtimer haben zu sehr unter Wind und Wetter gelitten, und die Farben sich verändert. Man müsste dann gleich den ganzen Wagen neu lackieren.“

Das können und wollen sich auch die allermeisten Oldtimer-Fans nicht leisten. Opel-Fan Dorsch: „Wir sind doch keine Millionäre, bloß weil wir alte Autos lieben.“

Döp

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