Begegnung mit

Thomas Lambusch: Mann mit Mut


Hartnäckigkeit zahlt sich aus: Thomas Lambusch glaubte an SEAR und griff zu, als sich eine Chance bot. Foto: Haas

Der Rostocker wagte es: Er wurde vom Mitarbeiter zum Chef – mit Erfolg

Das Weihnachtsfest 2010 war für Thomas Lambusch ein ganz besonderes Datum: In dieser Woche jährte sich zum fünften Mal der Tag, an dem der gebürtige Schwabe vom leitenden Mitarbeiter zum Unternehmer wurde.

Im Alter von 52 Jahren übernahm er Ende 2005 durch ein sogenanntes Management Buyout die SEAR GmbH, die 1904 als Siemens-Betrieb entstand und später als „VEB Starkstrom-Anlagenbau“ 40 Jahre sozialistische Planwirtschaft überlebte, ehe sie nach der Wende an Siemens zurückging.

„Wie auf einem Karussell“

„Den Schritt in die Selbstständigkeit habe ich nie bereut“, erzählt Lambusch, „im Gegenteil – ich würde es immer wieder machen, trotz aller Risiken.“ Zuvor hatte er über 20 Jahre bei Siemens gearbeitet, sich dort einen Ruf als erstklassiger Manager erarbeitet, aber irgendwann wurde ihm klar, dass die Konzernwelt nicht seine Welt war.

Lambusch: „Am Ende fühlte ich mich wie auf einem Karrussell, das sich immer schneller dreht.“ Also entwickelte er einen „Exit-Plan“: Chef eines eigenen Unternehmens werden – am besten in einem Laden, den man gut kennt. Das war die SEAR GmbH, die Lambusch bereits mehrere Jahre erfolgreich geleitet hatte. Es klappte, auch wenn es noch einige Zeit dauerte, bis der Kaufvertrag unterschrieben werden konnte.

Aus der früheren Siemens-Tochter ist ein renommierter Mittelständler mit 150 krisensicheren Arbeitsplätzen und stabilen Umsätzen geworden. Und Lambusch hat noch viel vor ...

 

Mein Job

Wie kamen Sie zu Ihrem Beruf?

Eine unternehmerische Ader hatte ich eigentlich immer schon, was man auch daran sehen kann, dass ich bereits als Student einen kleinen Vertrieb aufgebaut habe. Als sich dann die Möglichkeit bot, Unternehmer zu werden, musste ich nicht lange überlegen.

Was gefällt Ihnen besonders?

Besonders gut gefällt mir der direkte Kontakt zu den Menschen, der in meinem früheren Berufsleben so kaum möglich war.

Worauf kommt es an?

Man braucht eine klare und gut überlegte Strategie, muss konsequent am eigenen Ziel festhalten und darf sich nicht verzetteln.

 

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