8. MINT-Messe

Technik macht an


Schüler für Mathe und Informatik begeistern

 

 

Wiesbaden. Roboter Ulrich hat’s drauf. Passend zu fetziger Musik schwingt er Arme und Beine und animiert zum Mitmachen. Kaum jemand kann sich der Einladung zum Tanz entziehen.

 

 

 

„Den Roboter habe ich gekauft, als die Schüler kein Interesse mehr am Fach Informatik hatten“, erzählt Karl Werner Gärtner. Er ist Lehrer für Mathematik und Informatik am Ulrich-von-Hutten-Gymnasium (UvH) in Schlüchtern. Seit er Schülern zeigt, wie man mithilfe von Computerprogrammen Roboter bewegt und starren Bildern Leben einhaucht, sind seine Kurse voll.

 

 

 

„Informatik kombiniert mit Kunst und Musik, das kommt an. Weil das die meisten durch Videoclips oder computeranimierte Filme wie Shrek oder Avatar kennen“, erklärt der Mathematiker. Mit seinem Oberstufen-Kurs Informatik-Kunst war er zur 8. MINT-Messe in den Hessischen Landtag nach Wiesbaden gekommen.

 

 

 

26 Schulen präsentierten dort ihre Projekte rund um die Themen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik, kurz MINT. Seit 2004 wird die Messe jährlich von der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) und der Landesarbeitsgemeinschaft Schule Wirtschaft (LAG) durchgeführt.

 

 

 

 

 

 

 

Partner sind das Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft, der Arbeitgeberverband Hessenmetall sowie der Verband der Chemischen Industrie (VCI). Die Schirmherrschaft übernahm Landtagspräsident Norbert Kartmann.

 

 

 

Auszeichnung für innovative Projekte

 

 

 

Er begrüßte die zahlreichen Initiativen rund um die MINT-Wissensgebiete, die für moderne Schlüsseltechnologien die Basis bilden: „Es ist eine zentrale Zukunftsaufgabe, den Nachwuchsmangel in den MINT-Bereichen zu bewältigen und die Jugendlichen qualifiziert auszubilden.“

 

 

 

Um ihr Interesse an Naturwissenschaften und Technik zu fördern, zeichnet der amerikanische Markenartikelhersteller Procter & Gamble (P&G) besonders innovative Projekte mit dem MINT Award aus.

 

 

 

Den ersten Preis und damit 3.000 Euro erhielt die Heinrich-Böll-Schule aus Rodgau für ihre Ferienakademie Naturwissenschaften. Schüler der Jahrgänge vier bis sieben experimentieren hier in der ersten Woche der Sommerferien gemeinsam, unterstützt von Achtklässlern.

 

 

 

Seit 2008 werden die Kurse angeboten, die Teilnehmer sind begeistert. „Chemie ist einfach toll“, schwärmt die elfjährige Janina Stimac. Inzwischen machen auch andere Schulen mit.

 

 

 

Explosives Experiment

 

 

 

Michaela Hartmann und Ansgar Lowack haben ihr Herz dagegen an die Physik verloren. Sie besuchen die Gutenbergschule in Wiesbaden, die mit „Physik unter der (Zeit)-Lupe“ den zweiten Preis (2.000 Euro) belegte.

 

 

 

Mit einer Hochgeschwindigkeitskamera werden hier Experimente wie das Zerplatzen einer „Wasserbombe“ fotografiert und anhand der einzelnen Fotos analysiert.

 

 

 

Der mit 1.000 Euro dotierte dritte Preis ging an die Edertalschule (ETS) Frankenberg für ihre „Young Engineer Academy“ (YEA). Die ETS, die Firma Viessmann und die Technische Hochschule Mittelhessen vermitteln 25 Schülern praktische Einblicke in den Ingenieurberuf.

 

 

 

Ein Sonderpreis in Höhe von 500 Euro ging an das Johanneum-Gymnasium Herborn für die Weihnachtsvorlesung Chemie für die Jahrgänge fünf und sechs.

 

 

 

 

 

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