Lebenslanges Lernen

Studie: Unternehmen geben 34 Milliarden Euro für Weiterbildung aus

Schulbank: Rund 33 Stunden im Jahr lernt jeder Arbeitnehmer dazu. Foto: Fotolia

Köln. Seminare, Sprachkurse, nebenberufliche Studiengänge – immer mehr Unternehmen ermöglichen ihren Mitarbeitern eine Weiterbildung. Im Jahr 2013 waren es 86 Prozent. Drei Prozentpunkte mehr als 2010 und so viel wie noch nie!

Und das lassen sich Betriebe etwas kosten. Laut der aktuellen Weiterbildungserhebung des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) gaben Unternehmen fast 34 Milliarden Euro aus. Das sind 16 Prozent mehr als 2010 – und pro Mitarbeiter rund 1.132 Euro jährlich.

Die Betriebe stecken Geld und die Beschäftigten Zeit in die Weiterbildung. So verbringt jeder Arbeitnehmer im Durchschnitt 33 Stunden im Jahr damit, sich zu qualifizieren.

Ein Motiv: Mehr Zufriedenheit

Ein Drittel der Stunden entfällt auf die Freizeit. „Das zeigt, dass auch die Arbeitnehmer bereit sind, ihre Zeit in Wissen zu investieren“, sagt Susanne Seyda, IW-Expertin für berufliche Bildung und Autorin der Studie. Während es dem Einzelnen ums Weiterkommen geht, bauen die Firmen dem Fachkräftemagel vor. „Unternehmen qualifizieren ihre Mitarbeiter, weil sie auf dem Arbeitsmarkt eben keine geeigneten Fachkräfte gefunden haben“, so Seyda.

Außerdem versprechen sich die Betriebe durch qualifizierte Leute mehr Innovationen und bessere Geschäfte. Weitere Beweggründe: Firmen wollen die Motivation und Arbeitszufriedenheit ihrer Mitarbeiter fördern sowie diese ans Unternehmen binden.


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