Nachwuchskräfte

Studenten gesucht!


Warum das Unternehmen E.G.O. mit Hochschulen kooperiert

Oberderdingen. Kennen Sie das Herz Ihrer Waschmaschine? Viele Produkte sieht man nicht, auch wenn man sie täglich nutzt. Meist sind auch deren Hersteller eher unbekannt. Wie E.G.O.: Dessen elektromechanische und elek­tronische Bauteile steuern und heizen Herde, Waschmaschinen, Trockner, Spülmaschinen. Im Verborgenen.

E.G.O. ist daher als Arbeitgeber wenig be­kannt. Obwohl das Unternehmen allein im nordbadischen Oberderdingen 2.100 Mitarbeiter beschäftigt und weltweit führend ist. „Deshalb müssen wir uns bei der Mitarbeiter-Werbung mehr Mühe geben als andere Firmen“, sagt Johannes Haupt, der Vorsitzende der Geschäftsführung.

„Hier kann ich mich weiterentwickeln“

Das Unternehmen braucht vor allem Techniker und Ingenieure: Seine Kochplatten und Steuerungen sind Hightech-Produkte. „Leider wählen zu wenig Schulabgänger einen technischen Beruf“, klagt Haupt. „Deshalb stellen wir früh den Kontakt zu Jugendlichen her und versuchen, sie mit Technik zu infizieren.“

Seit 2002 kooperiert E.G.O. mit der Leopold-Feigenbutz-Realschule in Oberderdingen,  seit 2007 mit dem Technischen Gymnasium in Bretten. Auch mit den regionalen Berufsakademien und Hochschulen macht der Zulieferer gemeinsame Sache. 

Timo Dalaker hat davon profitiert. Der gelernte Elektriker arbeitet heute als Ingenieur in Oberderdingen. „Als Handwerker habe ich Bauteile von E.G.O. ausgewechselt, ohne die Firma zu kennen“, erinnert er sich.

Heute ist der Nachwuchs-Ingenieur  froh, dass er über den Schulterschluss von E.G.O. und der Universität Karlsruhe seinen Traumberuf und -arbeitgeber gefunden hat. Inzwischen programmiert er Steuerungen für Waschmaschinen und Ge­schirrspüler. Er sagt: „Hier kann ich mich weiterentwickeln und eigene Ideen einbringen.“

Ganz so weit ist Jan Pfenninger noch nicht. Der Wirtschaftsingenieur kam über ein Praxis-Semester von der Hochschule Pforzheim zu E.G.O. „Das hat mir Klarheit gebracht, wohin ich beruflich möchte“, sagt er. Seit dem vergangenen Herbst nimmt er an einem Trainee-Programm teil.

Netzwerk mit Unis auch im Ausland

Im Herbst hat E.G.O. seine Zusammenarbeit mit Hochschulen in Karlsruhe, Pforzheim und Heilbronn in den technischen Fächern durch Kooperationsverträge weiter intensiviert. Das Ziel: Studenten noch mehr Praxiserfah­rungen zu ermöglichen. E.G.O.-Personalchef Axel Schuster kann sich gut vorstellen, diese Kooperation auf kaufmännische Studiengänge auszudehnen.

Außerdem ist er dabei, ein Netzwerk mit Hochschulen im Ausland aufzubauen. Denn E.G.O. ist weltweit vertreten. So können Studenten aus vielen Ländern in E.G.O.-Werken Praxisluft schnuppern. Mit geeigneten Unis in Atlanta und Is­tanbul verhandelt der Personalchef bereits.

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Schlagwörter: Personalpolitik

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