Ausbildung

Starthilfe für Azubis


Papierkrieg: Ist zwar lästig, aber trotzdem Pflichtaufgabe für Berufsanfänger. Foto: Straßmeier

Was Berufsanfänger über Geld und Versicherungen wissen müssen

Es ist wieder so weit: Das neue Ausbildungsjahr. hat begonnen! Mit dem ersten eigenen Gehalt auf dem Konto wächst aber nicht nur der Freiraum, sondern auch die Eigenverantwortung.

AKTIV erklärt, worauf Auszubildende achten müssen. Und wo sie bares Geld sparen können.

  • Krankenversicherung: An der kommt keiner vorbei. „Die Beitragshöhe ist zwar bei allen Gesellschaften gleich hoch“, sagt Julia Nill von der Unabhängigen Patientenberatung in Karlsruhe. Das gilt aber nicht für die Zusatzbeiträge. „Hier lohnt ein Vergleich.“Wechseln kann man die Kasse nach frühestens 18 Monaten. Erhöht die Kasse diese Beiträge, kann man sofort raus.

  • Haftpflichtversicherung: Sehr wichtig! In aller Regel sind Azubis aber noch über ihre Eltern mitversichert. Im Zweifelsfall gilt hier: unbedingt im Vertrag nachsehen!
    > Mehr Infos zum Thema Haftpflichversicherung

  • Berufsunfähigkeitsversicherung: Ebenfalls sehr wichtig, aber leider auch recht teuer. Trotzdem sollte man mit dem Abschluss nicht zu lange warten. Denn mit steigendem Alter klettern auch die Beiträge.
    > Mehr Infos zum Thema Berufsunfähigkeitsversicherung

  • Altersvorsorge: „Für jun­ge Leute kann eine Riester-Rente sehr interessant sein“, sagt Niels Nauhauser von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Vor der Unterschrift sollte man die Anlage von einem unabhängigen Berater checken lassen.

    Auch Angebote zur Betrieblichen Altersvorsorge können sich lohnen – wenn das Angesparte zu anderen Arbeitgebern mitgenommen werden kann. Grund: Wer jung ist, wechselt möglicherweise noch häufiger den Job. Hier gilt: aufs Kleingedruckte achten!

    Bietet der Chef Zuschüsse zu den vermögenswirksamen Leistungen (VL), sollten Azubis jedoch sofort zuschlagen. Gegebenenfalls gibt es vom Staat sogar noch die Arbeitgebersparzulage obendrauf.

    Von der VL-Anlage in einen Bausparvertrag rät Experte Nauhauser aber ab: „Deren Vorteil sind zwar die günstigen Zinsen beim Hauskauf.“ Allerdings wisse man in jungen Jahren noch nicht, ob man das Darlehen jemals in Anspruch nehmen könne. Zudem zahle man hohe Abschlussgebühren. Flexibler ist da ein VL-Fondssparplan.

  • Berufsausbildungshilfe: Die können Azubis erhalten, wenn sie während der Ausbildungszeit nicht bei ihren Eltern wohnen können, weil der Ausbildungsbetrieb zu weit entfernt ist. Online-Rechner der Arbeitsagentur unter: babrechner.arbeitsagentur.de

  • Girokonto: Viele Banken und Sparkassen bieten Sonderkonditionen bis hin zum kostenlosen Girokonto.

  • Azubi-Ausweis: Den gibt es in der Berufsschule und er bringt oft Vergünstigungen in Museen, Kinos oder beim öffentlichen Nahverkehr.
  • Deutsche Bahn: Die Bahncard 50 kostet für Azubis nur 118 Euro (statt 230 Euro).
    > Weitere Spartipps für Bahnfahrer

  • Rundfunkgebühren: Auszubildende können sich unter Umständen beim Sozialamt davon befreien lassen. Der Einzelfall wird geprüft.

Tipp: Puffer bilden

Azubis müssen oft erst Geld ausgeben – beispielsweise für eine Wohnungseinrichtung. AKTIV-Tipp: Erst anschaffen, was notwendig ist, dann einen Puffer von etwa drei Nettomonatsgehältern auf dem Tagesgeldkonto ansparen. Und sich im nächsten Schritt um die Vorsorge kümmern!

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