Stark dank guter Nachbarschaft


Bläsing Mechanische Werkstatt in Limeshain hat viele große Kunden gleich um die Ecke

Limeshain. Wenn andere in den Urlaub fahren, geht es bei Bläsing so richtig rund. „Viele Unternehmen lassen dann noch mehr als sonst bei uns fertigen, da ein Teil ihrer Mitarbeiter Ferien hat“, stellt Peter Achtzehnter fest.

Vom Prototypen bis zur Serie

Der Geschäftsführer der Erika Bläsing Mechanische Werkstatt in Limeshain und seine Mitarbeiter sind das gewöhnt. Seit über 30 Jahren produziert das Familienunternehmen Bauteile für die verschiedensten Branchen, darunter die Automobil-Industrie.

Getreu dem Firmenmotto „Möglich geht“ werden hier selbst komplizierteste Teile hergestellt. „Wir arbeiten eng zusammen mit den Entwicklungsabteilungen unserer Kunden und finden immer einen Weg, auch ausgefallene Ideen vom Prototypen bis zur Serienfertigung umzusetzen“, betont Achtzehnter, der das Unternehmen mit seiner Frau Yvonne Bläsing-Achtzehnter leitet.

Die Kunden kommen überwiegend aus Deutschland, aber auch aus anderen europäischen Ländern und sogar aus Japan. Etwa 20 Prozent des Umsatzes, der 2010 2 Millionen Euro betrug, wird jedoch im Umkreis von 500 Metern erzielt. „Vor ein paar Jahren luden wir die Nachbarbetriebe zum Kennenlernen ein und dabei stellten alle fest, dass man viel kooperieren kann“, so Achtzehnter.

Inzwischen fertigt Bläsing unter anderem Bauteile aus Titan für einen Hersteller von Golf-Caddies. Aluminiumgehäuse für die Steuerungstechnik von Flugsimulatoren gehen an den benachbarten Elektronikdienstleister. Bei ihm findet Achtzehnter selbst Unterstützung bei elektronischen Problemen. Gleich gegenüber gibt es zudem einen Spezialisten für Hydraulik und einen Blechbearbeiter.

„Die enge Kooperation spart neben Kosten auch Zeit und hilft so, im harten Wettbewerb zu bestehen“, erklärt der Unternehmer. Aktuell denkt er über ein gemeinsames Kleinkraftwerk nach, um die Energiekosten zu senken.

Viele Mitarbeiter sind Eigengewächse

Der Geschäftsführer: „Mit der Zeit gehen, sich immer auf Neues einstellen, damit ist schon mein Schwiegervater Hans Bläsing gut gefahren.“ Der Industriemeister hat den Betrieb 1976 gegründet mit der Unterstützung von zwei Mitarbeitern.

Klaus Henrich kam 1978 dazu, nach seiner Ausbildung zum Werkzeugmacher in einem Konzern: „Meine Eltern waren damals dagegen. Sie glaubten, dass ein Job bei einem Großbetrieb einfach sicherer sei. Dabei gibt es den schon lange nicht mehr.“

Bläsing ist dagegen kontinuierlich gewachsen, Henrich heute Abteilungsleiter Frästechnik. An das Mitte der 90er-Jahre errichtete Firmengebäude wird gerade eine Halle mit 1.200 Quadratmetern Produktionsfläche angebaut. Rund 1,5 Millionen Euro wurden in den Bau und neue Maschinen einschließlich Robotertechnik investiert. Die meisten der rund 20 Mitarbeiter haben bei Bläsing gelernt. Im Herbst starten wieder drei Auszubildende.

Das freut auch Fertigungsleiter Matthias Henrich: „Wir wachsen, haben gute Aufträge. Doch um kontinuierlich Qualität liefern zu können, brauchen wir auch in Zukunft so eine qualifizierte und motivierte Mannschaft wie heute.“

 

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