Motoren-Fabrik

Spezialisten sind gefragt ...


... und erst recht welche mit viel Erfahrung! Bei Winkelmann bedient man hohe Sicherheitsansprüche

Uelzen. Olaf Lindner und Jens Richert kennen sich ihr Leben lang. Sie sind zusammen zur Schule gegangen und haben anschließend eine Ausbildung bei der Wilhelm Winkelmann Spezialfabrik gemacht. Seit 36 Jahren arbeiten die beiden Elektromaschinen-Monteure in einem Team. Auf 30 Jahre Betriebszugehörigkeit bringt es auch Michael Scheele. „Klar“, sagt er, „auch ich habe hier gelernt.“

Winkelmann baut in Uelzen Elektromotoren. Ein Familienunternehmen, das auch für seine Mitarbeiter so etwas wie eine große Familie ist.

Standardprodukte bringen oft nichts

„Ich könnte mir nicht vorstellen, in einem großen Konzern zu arbeiten, da ist man doch nur eine Nummer“, meint Richert. Und Lindner betont: „Hier kennt jeder jeden, das macht den Reiz aus.“ Dieses Wir-Gefühl ist es, das für Geschäftsführer Michael Hinz zum Wettbewerbsvorteil für das Unternehmen geworden ist. „Die besonders hohe Qualität, die wir unseren Kunden versprechen, können wir dank dieses Teamgeistes halten.“

Auch der Geschäftsführer hat, vor 22 Jahren, bei Winkelmann sein berufliches Leben begonnen. Wie fast alle der 80 Mitarbeiter. „Wir finden Lösungen, wo andere absagen müssen“, sagt Hinz. „Ob in der Industrie, Landwirtschaft, Schifffahrt oder vor allem im besonders anspruchsvollen Kraftwerkbau.“

In vielen Einsatzbereichen von Gleichstrom- und Drehstrommotoren, erklärt der Geschäftsführer, „bieten Standardprodukte nach wie vor keine optimale oder mittlerweile sogar keine geeignete Lösung. Dann sind Einzelanfertigungen gefragt.“

So müssen Kraftwerkbetreiber auf Nummer sicher gehen, um die Schmierung ihrer Turbinen zu gewährleisten. Dafür kommen, wenn in Notfällen der Strom ausfällt, die Spezialmotoren von Winkelmann zum Einsatz. „Sie sind sehr zuverlässig“, sagt Hinz.

Fast alles in Eigenarbeit

Der Export liegt bei 60 Prozent – und auch ein Großteil der inländischen Kunden setzt die Maschinen im Ausland ein. Weltweit wachsen in der Industrie die Sicherheitsansprüche. Viele Kunden suchen gemeinsam mit den Spezialisten aus Uelzen nach individuellen Lösungen.

Die werden fast komplett in der Fabrik hergestellt. Zulieferteile gibt es nur wenige – und die hohe Fertigungstiefe macht die Produktion teuer. „Auch für uns gelten die Gesetze der Betriebswirtschaft“, betont Geschäftsführer Hinz. Andererseits ist man spezialisiert – zum Beispiel schon seit mehr als 40 Jahren auf explosionsgeschützte Motoren. „Das können nur wenige andere Anbieter.“

Fachkräfte wie Olaf Lindner, Jens Richert oder Michael Scheele wissen, wie es geht. Gut, dass sie schon so lange im Betrieb sind.

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