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Imbisswagen, Food Truck & Co.

Sonderfahrzeugbau: So entstehen bei Fischer Fahrzeugbau individuelle Verkaufswagen

Die Firma Fischer Verkaufsfahrzeuge aus Günzburg setzt bei der Herstellung von Sonderfahrzeugen auf VR-Brillen. So können Kunden schon vorab virtuell entdecken, wie ihr neuer Imbisswagen aussieht.

Individuell ausgestattet vom Familienunternehmen Fischer Verkaufsfahrzeuge: Ein Fleischerwagen für den Markt. Foto: Werk

Individuell ausgestattet vom Familienunternehmen Fischer Verkaufsfahrzeuge: Ein Fleischerwagen für den Markt. Foto: Werk

Mithilfe der VR-Brille sehen die Kunden vorab virtuell, wie Imbisswagen oderdie mobilen Backstuben später aussehen. Foto: Bleier

Mithilfe der VR-Brille sehen die Kunden vorab virtuell, wie Imbisswagen oderdie mobilen Backstuben später aussehen. Foto: Bleier

Günzburg. Der typische Kunde bei dem bayerisch-schwäbischen Fahrzeugbauer Georg Fischer GmbH ist ein Bäcker oder Metzger, der seine Waren auf Wochenmärkten anbietet. So bodenständig das klingen mag – auch hier läuft es inzwischen von Anfang an, also beim Bestellen, mit modernster Technik: Wer bei dem in Günzburg ansässigen Unternehmen einen Marktwagen in Auftrag geben möchte, bekommt erst einmal eine VR-Brille aufgesetzt.

Fast jedes Fahrzeug ist eine Einzelanfertigung

VR steht für „virtuelle Realität“ – eine wichtige Zukunftstechnik, die an vielen Stellen in der Wirtschaft neue Perspektiven eröffnet. Die VR-Brille beamt den Interessenten quasi in das Innere des Marktwagens, noch bevor dieser überhaupt bestellt und gebaut ist. Er kann es erleben, als stünde er mitten im Fahrzeug – ohne es wirklich zu betreten. Der Blick fällt auf Kühltheke, Grill oder Schränke, die sich zwar nur virtuell, aber doch zum Greifen nah vor den Augen befinden. Das hilft, zu entscheiden, ob der neue Wagen gefällt.

Die Technik erleichtert auch den Job der Vertriebsmitarbeiter, die die Produktpalette in ganz Deutschland vorstellen. „Wir waren das erste Fahrzeugbau-Unternehmen mit VR-Brillen und wollen das weiter ausbauen“, sagt Petra Fischer, die die Firma (300 Beschäftigte) gemeinsam mit ihrem Vater leitet. „Der Kunde soll sein neues Fahrzeug erleben.“

Fischer hat eine kleine Serienfertigung, die meisten Fahrzeuge werden aber nach individuellen Vorgaben hergestellt. Am Anfang steht ein Fahrerhaus samt Motor und Antriebseinheit, die der Betrieb je nach Bedarf von unterschiedlichen Herstellern ordert. „Vom Fahrgestell über die Wände bis zur Kühltheke bauen wir alles selbst“, sagt Fischer. „Es gibt auch eine Sandwichpresse, mit der hochfeste isolierte Seitenwände und Türen entstehen.“

Das Unternehmen startete 1947 mit Heizungen, sie werden heute weiterhin an einem österreichischen Standort produziert. An diese Anfänge erinnern am Stammsitz Günzburg noch eine Service- und Verkaufsabteilung sowie eine von der Junior-Chefin 2014 initiierte Manufaktur: für Bioethanol-Kamine, Feuerstellen und Deko-Artikel aus Holz und Edelstahl.


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