Musik-Szene 2008

So steht Robbie nicht im Dunkeln


Spezialkautschuk-Mischungen treiben Lichtanlagen an

Hannover.  Ein Livekonzert mit Gänsehaut-Feeling – wer hat das nicht schon mal erlebt? Was kaum jemand weiß: Auch Kautschuktechnik hilft, damit Robbie Williams, Madonna, Genesis & Co. nicht im Dunkeln stehen. Die gigantischen Shows der Superstars würden ohne richtige Beleuchtung aussehen wie der Auftritt einer Combo auf dem Dorffest.

Wenn internationale Megastars die Bühne entern oder Großveranstaltungen im Sport eröffnet werden, sorgen meist durch moderne Chiptechnologie steuerbare kreisende Lichtkegel, zuckende Stroboskop-Blitzlichtgewitter oder das punktgenaue Spotlight für die richtige Choreografie.

ExaktePositionierung

ContiTech ist Zulieferer der Hersteller von Beleuchtungsanlagen. Spezialriemen mit 13 unterschiedlichen Abmessungen gibt es. „Die wesentliche Herausforderung an den Antrieb ist die exakte Positionierung“, sagt Steve Schober von der ContiTech Power Transmission Group. Die Positioniergenauigkeit der Anlagen wird durch einen Chip gesteuert. Er kann die Bewegung, die der Riemen beispielsweise dem Schwenkarm geben soll, über einen zentralen Rechner präzise steuern.

Das Besondere: Der Chip ist auf dem Rücken des Riemens angebracht. „Das stellt besondere Anforderungen an die Materialqualität“, erklärt Schober. Die Lösung war eine Spezialmischung, die die zusätzliche Haftung des Zahngewebes erhöhte. Und auch für den sogenannten Zugstrang musste eine besondere Entwicklung her.

Heiße Arenen

Denn auf der Bühne sind die Einsatzbedingungen schon ganz Besondere: Fast immer ist die Luftfeuchtigkeit enorm groß und die Temperaturen in den Konzertarenen liegen meist bei etwa 40, im Gehäuse der Geräte über 50 Grad.

Um den Spezialriemen zu entwickeln, mussten bei ContiTech die Spezialisten unterschiedlicher Bereiche ran: Wie der Riemen aufgebaut wird und wie sich das Material zusammensetzt, wussten die Fachleute aus der automobilen Erstausrüstung. Gemeinsam mit den Ingenieuren aus dem Industriesegment wurde dieses Know-how auf die neue Anwendung übertragen.

„So ist daraus eine maßgeschneiderte Lösung geworden“, sagt  Schober. Die sorgt für die hohe Qualität der Riemen. Ein bisschen auch für die Gänsehaut bei den Konzertbesuchern.

Werner Fricke

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