Nachwuchs-Förderung

So lassen sich Grundschüler für Naturwissenschaften begeistern

Tut sich was? Voller Neugier untersuchen Kinder Wetterphänomene. Foto: Wirtz

Pulheim. Die kleine Letizia reckt ihre Wetterfahne in die Luft: Der Fetzen Stoff flattert träge. „Wer muss wissen, woher der Wind kommt?“, fragt Lehrerin Lena Scharmanski. „Die Piloten!“, ruft ein Dreikäsehoch.

Die Kinder der Katholischen Grundschule im rheinischen Pulheim-Stommeln untersuchen Wetterphänomene, messen Lufttemperatur und Windstärke. Eine prall bestückte Laborkiste der Initiative „TuWaS!“ liefert das Material für ihre Experimente.

Gesponsert wird sie vom Chemie-Unternehmen Ineos in Köln. Im Rheinland unterstützt die Wirtschaft in Kooperation mit der IHK über 60 Grundschulen der bundesweiten Initiative.

„Wir haben inzwischen zwölf Partner-Schulen, weil wir die Neugierde und den Forscherdrang der Kinder so früh wie möglich fördern wollen“, sagt Ineos-Geschäftsführer Axel Göhrt. „Schließlich sind das unsere künftigen Beschäftigten.“ Und selbst wenn nicht: „Die Faszination für Naturwissenschaft bildet die Basis für die Akzeptanz der Industrie“, weiß Göhrt.

2.000 Euro pro Schule und Jahr

In den Kisten stecken Versuche zu Strom, Chemie, Biologie, die Lehrkräfte werden fortgebildet. Und die Kleinen experimentieren in Laborkitteln und mit Sicherheitsbrillen von Ineos.

Ein Jahr mit TuWaS! kostet 2.000 Euro pro Schule. „Ohne die Wirtschaft könnten wir uns das Material nicht leisten“, sagt Rektorin Maria Rach. Dabei sei es wichtig, früh anzufangen: „Später ist das Interesse weg.“


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