Neueste Technik für uralte Echsen

So haucht Bosch Rexroth Dinosauriern Leben ein

Fieser Räuber: Der Aucasaurus will fressen, was da gerade geschlüpft ist. Foto: Gondwana

Schiffweiler. So gruselig kann Industrie-Technik wirken: Täuschend echt bewegen sich riesige Urzeit-Echsen – im Erlebnis-Museum Gondwana in Schiffweiler bei Saarbrücken. Im Innern der Dinos steckt Hydraulik von Bosch Rexroth, Pumpen und Zylinder des Herstellers von Antriebs- und Steuerungstechnik setzen die Urviecher in Bewegung.

Die Besucher des saarländischen Museums machen eine imaginäre Zeitreise – 65 Millionen Jahre zurück in die Kreidezeit. Höhepunkt ist eine Show mit Dinos in Lebensgröße: Die bis zu 20 Meter langen Tiere kämpfen, trampeln, rollen mit den Augen und peitschen mit dem Schwanz. „Der Trick ist, dass man die Technik nicht sieht“, so Jörg Schallmo, technischer Leiter in Gondwana.

Da schnappt zum Beispiel ein Raubsaurier zu, greift sich aus einem Nest ein Dino-Baby. Darauf reagiert dessen Mutter mit einem wütenden Schnauben – gebannt verfolgen die Zuschauer den Kampf um den Nachwuchs.

Wagen mit Elektroantrieb schieben die Giganten über die Bühne, Druckluft und Hydraulik liefern Kraft für die Bewegungen der Echsen. Die Zylinder arbeiten mit 100 Bar Druck und pumpen bis zu 670 Liter Öl in die Anlage. Etwa, wenn sich der sechs Tonnen schwere Titanosaurus auf die Hinterbeine stellt und seinen langen Hals reckt.

Auf einem Stahlgerippe sitzen Steuerung und Mechanik, überzogen von Kunststoffhaut. „Die Saurier kann man sich vorstellen wie Industrie-Roboter“, erklärt Schallmo, „nur als Dino verkleidet.“


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