Gesundheit

So bleiben Impfstoffe haltbar


Impfstoff griffbereit zur Hand: Produkte, die den Inhalt der Spritze haltbar machen, unterliegen strengen Kontrollen. Foto: Vario

Spezielle Zusatzstoffe von Gelita sorgen dafür, dass sich die benötigten Substanzen lagern lassen

Hatschi! Mit dem kühlen Herbstwetter kommen die Grippe-Viren. Zum Glück kann eine Schutzimpfung den Plagegeistern Paroli bieten. Kollagen-Produkte vom Gelatine-Spezialisten Gelita in Eberbach sorgen dafür, dass ein Serum längere Zeit gelagert werden kann.

Die Odenwälder produzieren spezielle Kollagen-Proteine. Diese Eiweiß-Moleküle werden dem Impfstoff zugesetzt, damit der sich nicht vorzeitig abbaut und unwirksam wird. „Als Stabilisator sind unsere Proteine sehr effektiv bei jeder Art von Impfstoff“, erklärt Walt Johnson, Leiter des Pharmazietechnik-Service bei Gelita.

Dabei spiele es keine Rolle, ob der Impfstoff aus abgetöteten Erregern oder mit einer geringen Menge lebender, aber abgeschwächter Keime hergestellt ist, so der Experte. Die meisten Seren, darunter auch das gegen Influenza, arbeiten heute mit inaktivierten, toten Erregern. Lebendimpfstoffe sind dagegen bei Masern, Mumps, Röteln oder Gelbfieber im Einsatz.

Bis ein neues Serum produziert ist, vergehen mehrere Monate. Die hohen Anforderungen an Qualität und Sicherheit gelten auch für den Impf-Zusatz.

Deshalb arbeitet Gelita eng mit der Pharma-Industrie zusammen. „Unser Stabilisator unterliegt den gleichen Standards“, betont Johnson. Seit dem Jahr 2000 ist Gelita mit Impfstoff-Stabilisatoren auf dem Markt. Erfahrungen mit Arzneimitteln haben die Kollagen-Spezialisten aber schon viel  länger.

So produziert das Unternehmen etwa Gelatineschwämme zur Wundversorgung bei Operationen und kollagene Hilfsstoffe für den Einsatz chirurgischer Kleber und Knochenpasten.

Schutz vor Hitze und Feuchtigkeit

Bereits seit Jahrzehnten liefert die Firma Gelatine für die Herstellung von Hart- und Weichkapseln an die PharmaIndustrie. Hierbei ist Haltbarkeit ebenfalls ein Thema, zum Beispiel bei der Lagerung der Kapseln in Tropenländern. Unter den extremen Klimabedingungen können diese sich mit der Zeit verhärten.

Darum entwickelt Gelita  bestimmte Kollagen-Kombinationen. Das Ziel hat Johnson vor Augen: „Kollagenhüllen, die sich selbst gegen unerwünschte Reaktionen bei Dauerhitze oder hohe Luftfeuchtigkeit schützen.“

GKW

www.gelita.de

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