Warum eigentlich …

… sind Blutbeutel eine Herausforderung?

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Eine Operation ohne Blutbeutel? Undenkbar! Allein Westeuropa verbraucht jedes Jahr über sechs Millionen lebensrettende Blutkonserven. Der Behälter besteht aus einer Kunststoff-Folie (PVC). Die produziert zum Beispiel der Hightechfolien-Produzent Renolit.

Hergestellt wird der medizinische Kunststoff im Reinraum. Spezielle Zusatzstoffe sorgen dafür, dass die Behälter die besonders strikten Vorgaben der Blutbanken erfüllen. „Die roten Blutkörperchen müssen möglichst lange in dem Beutel überleben“, sagt Pokon Ganguli, Fachmann im Bereich Forschung und Entwicklung bei Renolit. In PVC-Beuteln bleibt das Blut länger haltbar als in allen anderen Materialien.

Die Behälter müssen außerdem hitzebeständig sein, damit sie sich ohne Probleme sterilisieren lassen. Und: Kälteelastisch sollen sie sein. Denn die Konserven werden über längere Zeit eingefroren. Nach dem Auftauen muss der Kunststoff weich und flexibel sein, damit der Beutel beim Entleeren in sich zusammenfallen kann. Sonst müsste eine Belüftung mit steriler Luft als Druckausgleich erfolgen. Das Material lässt sich auch problemlos verschweißen und lagern.


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