Schlaue Töpfe

Silit lässt nichts anbrennen


Was Kochgeschirr im Hightech-Zeitalter alles drauf hat

Riedlingen. Ist Ihnen das auch schon passiert? Vor den Augen der Schwiegereltern bleibt Ihr Fleisch im Bräter kleben! Und die Kartoffeln – oder der Reis – pappen am Pfannenboden fest! Wer wissen will, was sich die Industrie gegen solche Malheurs einfallen lässt, wird zum Beispiel bei der Firma Silit in Riedlingen fündig.

Deren neueste Entwicklung heißt „Tempera“ und ist eine Pfanne. In ihr bleibt praktisch nichts haften, und trotzdem ist sie extrem kratzfest.

Mit solchen Innovationen trifft das Unternehmen einen Trend: „Die Verbraucher legen wieder mehr Wert auf Qualität“, stellt Geschäftsführer Ulrich Frank fest. „Das spüren wir. Unsere Umsätze legten auch 2007 wieder zu.“ 

Für den Erfolg hat das Unternehmen Rezepte. Deren Geheimnis  hütet  Michael Nutz: Er ist gelernter Glashütten-Techniker und für die Entwicklung des Hightech-Materials  zuständig.

Erfolgsrezept: Eigenes Schmelzwerk 

Zunächst entstehen im werkeigenen Schmelzwerk die so- genannten „Silikatfritten“. Dafür werden verschiedene mineralische Rohstoffe, zum Beispiel Quarz, in bestimmten Verhältnissen gemischt.

Das Gemenge wird dann in einem Ofen bei 1.300 Grad Celsius zu einem glasartigen Granulat geschmolzen und abgeschreckt, dann gemahlen.  Und schließlich  in bis zu drei Durchgängen auf den Spezialstahl aufgespritzt und bei 860 Grad zu einer untrennbaren Werkstoffkombination eingebrannt.

Die Mischung der Zutaten macht’s: „Im Schmelzversatz steckt das ganze Geheimnis“, erklärt Nutz. „Durch die eigene Schmelze gelingt es Silit, die bekannte Premium-Qualität abzusichern und stetig Innovationen zu entwickeln.“

Heraus kommt zum Beispiel das Material „Silargan“: Seine Oberfläche ist extrem hart und porenlos, deshalb unverwüstlich und leicht zu reinigen. Sie hemmt sogar das Wachstum von Bakterien.

Das Silit-Kochgeschirr sieht dazu auch noch gut aus. Zahlreiche Design-Preise hat das Traditionsunternehmen schon geholt. Derzeit sind die Töpfe und Pfannen in den leuchtenden „Passion Colours“ Verkaufsschlager. „Die Küche wird wieder mehr zum Mittelpunkt“, weiß Frank. „Deshalb ist  für  viele  der  Wohlfühl-Effekt wichtig.“

Brauchen Sie jetzt noch einen Tipp für den nächsten Besuch der Schwiegereltern? Die Firma Silit hält diesen hier parat: In ihrem Schnellkochtopf wird ein Rinderbraten statt in 90 in 25 Minuten gar. 

Barbara Auer

 

Info: Silit-Werke GmbH & Co. KG

Das Unternehmen aus dem schwäbischen Riedlingen hat mit vielen Innovationen das Kochen revolutioniert – schon 1927 mit dem Schnellkochtopf „Siko“. Die rund 250 Mitarbeiter stellen täglich etwa 3.200 Töpfe, Pfannen und Bräter her. www.silit.de

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