Die Anlage kann selber denken

Siemens ist spitze, wenn es um intelligente Steuerung geht


Frankfurt. Auf den ersten Blick sind sie unscheinbar, die schwarzen „Kisten“, die man zum Beispiel im Industriepark Höchst in einem Schaltschrank entdecken kann. Aber in ihnen verbirgt sich modernste Computer-Technologie. Und die steuert komplexe Prozesse, sei es bei der Herstellung von Arzneimitteln oder der Aufbereitung von Flusswasser zu Reinwasser, das von der Industrie benötigt wird.

Dabei sind die Kisten nur ein winzig kleiner Teil eines großen Ganzen, das Experten inzwischen als vertikale IT bezeichnen. Sie steht für leistungsstarke Automatisierungstechnik mit intelligenten Computer-Programmen. Die werden überall genutzt, von der Chemie- bis zur Automobilproduktion, in der Gebäudeautomation und in der Sicherheitstechnik. Der weltweit führende Anbieter dieser Technologie ist Siemens.

„Ohne den Einsatz von industrieller IT und passender Software kann nichts mehr entworfen, konstruiert oder produziert werden, egal ob Rennwagen, Mars-Roboter oder künstliche Hüftgelenke“, so Michael Kassner, Leiter Siemens Region Mitte in Frankfurt.

Noch bevor etwas in der realen Welt existiert, werden neue Produkte und Anlagen erst einmal virtuell, also am Computer, entwickelt, simuliert und optimiert. Und auch bei der Planung, Steuerung und Überwachung von Produktionsabläufen ist die IT dabei.

In modernen, automatisierten Fabriken sind Bauteile, Werkzeuge und Transportcontainer, Maschinen und Fördereinrichtungen mit Sensoren und Kommunikationssystemen ausgestattet, die in jeder Sekunde Tausende von Daten untereinander austauschen und auswerten. „Schließlich geht es in allen Bereichen um Optimierung, Sicherheit und Effizienz, nicht zuletzt auch beim Umgang mit Energie“, betont Kassner.

Beim Technologieführer arbeiten deshalb inzwischen über 17.000 Software-Entwickler. „Das ist die Liga von klassischen Software-Unternehmen wie SAP und Microsoft“, erläutert der Ingenieur Kassner. Hier, in der Region Mitte bei Siemens, betreuen 8.700 Mitarbeiter über 13.000 Kunden.

Sie zeichnen zum Beispiel verantwortlich für Verkehrsmanagementsysteme, die den Straßenverkehr regeln, kümmern sich um die Medizintechnik in Kliniken der Region und unterstützen in Pharma-Unternehmen die Fertigung. Allein im Industriepark Höchst gibt es so viele Kunden, dass dort eine eigene Niederlassung eingerichtet wurde.

Im Labor stellen hier Siemens-Ingenieure und Techniker Prozesse der großen Chemie- und Pharma-Anlagen nach, um sie zu optimieren oder für noch mehr Sicherheit zu sorgen. Kassner: „Wir geben Antworten auf die Anforderungen der Märkte. Darauf basiert seit 160 Jahren unser Erfolg.“

Artikelfunktionen


Schlagwörter: Innovationen

Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren:

'' Zum Anfang