Interesse an MINT

Sie kennen keinen festen Stundenplan


Stiftung NiedersachsenMetall zeichnet vorbildliche Lehrkräfte aus

Hannover. Immer wieder blitzt es auf, immer wieder klicken Fotoapparate. Ein Lächeln nach links, eins nach rechts. Nichts Neues für die EKD-Ratsvorsitzende Landesbischöfin Margot Käßmann oder für Wissenschaftsminister Lutz Stratmann. Für Sigrun Klöpfer, Ullrich Thiemann, Frank Engeln und Ralf Hagen jedoch ist das Scheinwerferlicht nicht alltäglich.

Die vier Lehrkräfte haben eines gemeinsam: Sie arbeiten nicht nach Plan, sondern betätigen sich weit über ihre Sollzeiten hinaus, um Spaß an Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) zu vermitteln.

Größtes Lob kam von den Schülern

Hierfür gab es vor mehr als 350 Gästen von Landesbischöfin Käßmann und Minister Stratmann den „Preis der Stiftung NiedersachsenMetall“. Die Pädagogen wurden von einer Jury aus landesweit mehr als 50 Vorschlägen ausgewählt – eingereicht von Schulleitern, Eltern, Lehrern und Schülern. Die Preise sind mit je 5.000 Euro und 2.500 Euro (Sonderpreis) dotiert.

Das größte Lob kam von denen, die es wissen müssen – den Schülern. Warum, wurden sie gefragt, hätten ihre Lehrer den Preis der Stiftung NiedersachsenMetall verdient? Die Antworten kamen wie aus der Pistole geschossen: Weil der Unterricht nie langweilig sei, immer abwechslungsreich – und immer mit der nötigen guten Laune versehen.

Die Laudatoren zeigten sich beeindruckt von dem Engagement der vier ausgezeichneten Lehrer: „Wir sind als Exportweltmeister darauf angewiesen, Begeisterung für Technik zu wecken“, so Minister Stratmann. Landesbischöfin Käßmann bekräftigte, sie habe in ihrer eigenen Familie erlebt, „wie sehr die Motivation der Schüler von den Lehrern abhängt“.  

Die Sieger: Sie wecken in Schulklassen Interesse für die Naturwissenschaften

Ullrich Thiemann – Er macht Schüler zu Weltmeistern

Die Jury beobachtet schon seit Jahren die Arbeit von Ullrich Thiemann (59). Er versteht es nicht nur, Schüler zu begeistern, sondern auch seine Kollegen mitzureißen. Unzählige Lehrkräfte hat er im Einsatz mit neuer Technik im Unterricht geschult.

Am Georg-Büchner-Gymnasium in Seelze ist er der Macher des Schulversuchs InTech (Informatik mit technischen Aspekten). Mit Erfolg: Seine Schüler wurden Robocop-Weltmeister und sie haben auch die Intel-Leibniz-Callenge gewonnen.

Da überrascht es nicht, dass seine Schüler nun ein Internet-Portal für ihre Schule entwickeln und außerdem die Teilnahme an den kommenden Robocop-Weltmeisterschaften im Visier haben.

Sigrun Klöpfer – Gymnasiasten räumen bei Mathe richtig ab

Egal, ob „Mathematik ohne Grenzen“ oder „Mathe-Olympiade“ – die Schüler von Sigrun Klöpfer (57) sind fast immer außerordentlich erfolgreich. Weil sie sich aber auch für die Informatik und Naturwissenschaften besonders anstrengt, hat das Gymnasium Bad Nenndorf inzwischen ein „ausgeprägtes mathematisch-naturwissenschaftliches Profil“.

Die Jury: „Sigrun Klöpfer schafft es, dass ihre Schüler naturwissenschaftliche Themen aus unterschiedlichen Perspektiven bearbeiten und so eine hohe Sensibilität dafür entwickeln.“

Frank Engeln – Lego-League und CAD

Frank Engeln (43) ist erst vor sechs Jahren in den Schuldienst eingetreten.

Die Ergebnisse seiner Arbeit können sich sehen lassen: Er nimmt mit seinen Schülern an verschiedenen Roboter-Wettbewerben teil und organisiert sie. So richtet er beispielsweise die „First-Lego-League“ aus und ist gleichzeitig auch als ehrenamtlicher Schiedsrichter aktiv.

Ein Internet-Roboter-Forum liegt in seinen Händen – das größte deutschsprachige Forum mit Teilnehmern aus aller Welt. Schüler seiner Hauptschule entwickelten eine „CAD-Technik“ an Styroporschneidern. Das Engagement lohnt: Seine Schülergruppe war bei „Jugend forscht“ erfolgreich – als erste Hauptschule im Emsland.

Sonderpreis: Ralf Hagen – Roboter als Leidenschaft

Für Ralf Hagen (38) vom Hölty-Gymnasium in Celle ist es eine Herzensangelegenheit, seine Schüler für Roboter-Technik zu begeistern.

An seinem Gymnasium organisierte er die „Roboter-Mindstorms AG“, um Roboter und andere autonome und interaktive Systeme zu konstruieren und zu programmieren. Daraus ist die „Celler Mindstorms-Challenge“ entstanden. Hier treten Teams aus verschiedenen Celler Schulen gegeneinander an.

„Der Preisträger versteht es, vor allem auch bei seinen Schülerinnen Begeisterung für Technik zu wecken“, so die Jury. Viele Teilnehmer aus seinem Physik-Leistungskurs haben ein naturwissenschaftliches Studium aufgenommen.

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Schlagwörter: Ausbildung

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