Weltmarktführer

Sennheiser-Service begeistert auch Seals Tontechniker


Wedemarker investieren gerade in wirtschaftlich schlechten Zeiten

Wennebostel. Chris Lantz ist Tontechniker. Er versteht etwas von seinem Geschäft. Deshalb begleitet er zurzeit den dreifachen Grammy-Gewinner Seal rund um den Globus. Das technische Reisegepäck, das er dabei hat, kommt aus der Nähe von Hannover – aus Wedemark-Wennebostel. „Jedes Mikro auf der Bühne ist ein Sennheiser“, sagt er. Stars, wie der in London lebende Seal, sind es, die in den USA, in Australien oder Europa die Mikrofone und Monitorsysteme aus Niedersachsen nutzen.

Beispiel Eurovision Song Contest in Moskau Mitte Mai: Wer dachte, die Show des Vorjahres in Belgrad sei nicht mehr zu toppen, hatte sich geirrt. In Moskau war ein Vielfaches an Bühnen- und Lichttechnik – 450 Tonnen Ausrüstung und rund 2.000 Quadratmeter LED-Wand haben die Teilnehmer in fantasievolle Farbwelten getaucht. Sennheiser hatte den gastgebenden Fernsehsender betreut.

Kunden setzen auf Qualität

Also keine Spur von Krise? „Doch, doch“, sagt Volker Bartels, Sprecher der Unternehmensleitung, „auch wir spüren sie. Doch wir nutzen die Krise, um zu investieren.“

Bei Sennheiser bedeutet das stets, Geld in Forschung zu stecken, um in den Kerngeschäften Mikrofone und Kopfhörer das Qualitäts-Image weiter auszubauen. „Wir haben besonders im Krisenjahr 2008 gemerkt, dass die Kunden weiterhin auf Qualität setzen“, freut sich Bartels.

Angesichts des Krisenjahres zwei ist der Audiospezialist mit einem ungewöhnlichen Produkt unterwegs: einem Luxus- und Hochleistungskopfhörer, der zweifellos ein grandioses Raumerlebnis beim Musikhören bietet und rund 1.000 Euro kosten soll. Bartels: „Schon vor der Markteinführung Ende April lagen 1.500 Bestellungen vor. Der Kopfhörer ist ein Renner.“ Zur internationalen Funkausstellung (4. bis 9. September in Berlin) bringen die Wedemarker aber eine Reihe von Produktneuheiten mit erschwinglichen Preisen für den Verbraucher.

151 neue Mitarbeiter

Von Oktober 2008 bis März 2009 bekam auch Sennheiser die Kaufzurückhaltung der Kunden vor allem in den USA zu spüren. Der Umsatz schrumpfte   2008  leicht  um 2,4 Prozent auf 386 Millionen Euro. Unterm Strich blieb ein Gewinn von fast 15 Millionen Euro. Auch in diesem Jahr sollen die Investitionen in Forschung und Entwicklung weitergeführt   werden  –  gut 28 Millionen Euro.

Weltweit arbeiteten 2008 im Jahresdurchschnitt 2.117 Menschen für Sennheiser – 151 mehr als im Jahr davor, davon allein 27 neue Stellen im Bereich Forschung und Entwicklung. Bartels: „Als Premium-Hersteller wollen wir mit innovativen Köpfen den Vorsprung sichern.“

Und den Service ausbauen. Davon kann Seals-Tontechniker Chris Lantz ein Lied singen. „Die Unterstützung, die wir von Sennheiser bekommen, ist einfach fantastisch“, berichtet er.

Er hat vor der aktuellen Tournee trainiert und einen Kurs an der Sennheiser-Sound-Academy absolviert. „Man lernt dort die richtige Anwendung der Systeme. Wenn man einmal die Tricks der Leute kennt, die tagtäglich damit arbeiten, dann wird der Job zum Kinderspiel.“

Werner Fricke

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