Familienunternehmen

Schutz bei Wind und Wetter


Novatic Dresden lässt dem Rost keine Chance

Dresden. Windkraftanlagen haben eine Menge auszuhalten. Kälte und Hitze, Hagel, Regen und manchmal auch Orkane. Rost ist da höchst unerwünscht. Auch deshalb werden die Windräder regelmäßig gewartet. Schutz vor nagender Korrosion, etwa am Mast des Windrads, bietet der richtige Anstrich. Oder, wie es Alexander Zill ausdrückt, das „passende Beschichtungssystem“. Zill ist Geschäftsführer der Dresdner Lackfabrik novatic, die solche Korrosionsschutzanstriche herstellt.

Umsatz in fünf Jahren verdoppelt

„Aus bis zu vier Lagen bestehen diese Beschichtungssysteme“, erklärt Zill. Jede Farbschicht hat dabei eine andere Aufgabe. Erst die Kombination aller versiegelt die Oberfläche so, dass sich kein Tröpfchen Wasser hineinmogeln kann.

Und der Schutz hält. Bis zu 25 Jahre Garantie gibt Zill bei sachgemäßer Verarbeitung. Sol­che Angebote mag der Markt. Novatic hat den Umsatz in den letzten fünf Jahren auf mehr als 25 Millionen Euro verdoppelt. Zills Ziel jetzt: In den kommenden fünf Jahren sollen sich die Erlöse  noch mal verdoppeln.

Zurzeit produzieren die 65 Mitarbeiter in Dresden 7.500 Tonnen Rostschutzlacke jährlich. Eine neue Mischanlage für 5 Millionen Euro schraubt die Kapazität in Zukunft um einige Tausend Tonnen in die Höhe. Weitere 55 Beschäftigte hat der Mit­telständler in Halle an der Saale sowie im tschechischen Teplice.

Seine Kunden kommen aus dem Windkraft- ebenso wie aus dem Brücken-, Eisenbahn- oder Kraftwerkbau. „Je nach Einsatzgebiet und Untergrund sind andere Rezepturen erforderlich, da die Anstriche andere mechanische oder chemische Belastungen aushalten müssen“, erklärt Zill.

Auf die Zusammensetzung des Lacks kommt es an. Das erklärt auch, warum stolze 10 der 110 Beschäftigten in den Labors des Mittelständlers forschen und entwickeln: Um Rezepturen zu verbessern oder neue zu ersinnen, teure Inhaltsstoffe gegen gleichwertige preiswertere Sub­stanzen auszutauschen und die Produkte zu kontrollieren.

„Boom bringt uns ins Schwitzen“

Das macht die Dresdner erfolgreich und bescherte ihnen passend zum Jubiläumsjahr eine Super-Bilanz. Denn vor 20 Jahren war das Unternehmen privatisiert worden, seit 5 Jahren ist es in der Hand der Familie Zill.

Auch 2011 soll es weiter aufwärts gehen. „Der deutsche Markt boomt und bringt uns zurzeit ganz schön ins Schwitzen“, sagt Zill. Etwa 35 Prozent des Geschäfts macht novatic aber im Export. Nun will die Firma auch Schutzanstriche für die Rotoren von Windkraftanlagen herstellen. Dann kann sie im Geschäft mit dem Wind noch besser mitmischen.

 

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