Wandern für die Wissenschaft

Schülerinnen aus Wuppertal reisten mit dem „Bayer Science Camp“ in die USA

    Wuppertal. Der Blick vom 4.400 Meter hohen Mount Elbert ist „atemberaubend“, schwärmen die Schülerinnen Alena Hensel und Rebecca Thielemann. Nicht nur, weil da oben die Luft so dünn ist: Das Gipfelstürmen war der Höhepunkt des diesjährigen „Bayer Science Camps“

    Seit 2008 schickt die Bayer-Bildungsstiftung junge Naturwissenschaftstalente in die Forschungsferien. So auch die beiden Gymnasiastinnen aus Wuppertal, die nicht zum Wandern in den Rocky Mountains waren – sondern um wissenschaftlich zu arbeiten. Auf dem Gipfel maßen sie den Puls, bestimmten den Sauerstoffgehalt im Blut und testeten die Konzentrationsfähigkeit. Die 16-jährige Alena und die 14-jährige Rebecca wurden zusammen mit acht weiteren Mädchen und Jungen aus 134 Bewerbern deutschlandweit durch eine unabhängige Expertenjury ausgewählt. Mit je fünf weiteren amerikanischen und indischen Jugendlichen verbrachten sie zwei Wochen in den USA beim Kooperationspartner Stem Learning der Universität Colorado.

    Manche Experimente erforderten einen wirklich starken Willen

    Die „Science Teens“ lernten viel über Muskeln und Organe, die Höhenkrankheit oder Erste Hilfe in der Wildnis. Das war nicht immer einfach, Rebecca erwischte zum Beispiel die Höhenkrankheit: „Ich konnte nicht richtig sehen, mir war übel“, beschreibt sie ihr Erlebnis im Hochgebirge. Und als es daran ging, Tierorgane zu sezieren, brauchte Alena ihren ganzen Mut: „Ich kann kein Blut sehen, nicht einmal im Film“, erzählt sie. „Aber die Betreuerin hat mir geraten: Fass es an, dann fühlst du dich besser.“ Und tatsächlich, es ging.

    Mindestens so spannend wie die Experimente fanden es die Mädchen, Gleichgesinnte zu treffen. Beide lieben Mathe und Naturwissenschaften weit über den Schulstoff hinaus. „In der Gruppe waren die unterschiedlichsten Charaktere und Kulturen vertreten, aber alle mit den gleichen Interessen“, erzählt Rebecca. Die Stiftung zahlt 3.900 Euro Reise- und Aufenthaltskosten pro Schüler.

    Schule mit eigenem Garten und Sternwarte

    Als einzige unter den diesjährigen Science Teens kamen Alena und Rebecca von derselben Schule, dem Carl-Fuhlrott-Gymnasium. Die Wuppertaler Schule ist stark in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT). Ihr artenreicher Schulgarten und die Sternwarte auf dem Dach wurden mithilfe der Bayer-Stiftung eingerichtet.


    Was die Stiftung für Schulen tut

    • Die Bayer Science & Education Foundation unterstützt Schulen jährlich mit 500.000 Euro bei der Realisierung innovativer naturwissenschaftlicher Projekte, die den regulären Unterricht ergänzen.
    • Bewerben können sich Schulen aus dem Umfeld eines deutschen Bayer-Standorts. In Wuppertal hat der Pharmahersteller zum Beispiel einen Werksitz und ein großes Forschungszentrum mit insgesamt 2.600 Mitarbeitern.

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