Mathematik-Wettbewerb

Schüler entdecken Rolls-Royce

Oberursel. „Seht ihr die schwarze Spitze auf dem Einlaufkonus der Turbine? Das kleine Gummiteil sorgt dafür, dass sie nicht vereisen kann und Flugzeuge so auch in großen Höhen einwandfrei funktionieren.“

Geduldig erklärt Marcus Kleinmann im Firmenmuseum von Rolls-Royce am Modell eines Triebwerks, wie die großen Turbinen dank ausgefuchster Technik funktionieren und Flugzeuge antreiben.

Antriebssysteme zu Wasser, zu Land und in der Luft

Der Besuch ist für seine Gäste, die Sieger des Hessischen Mathematik-Wettbewerbs, Teil eines exklusiven Blicks hinter die Kulissen von Rolls-Royce.

Das Unternehmen zählt zu den führenden Herstellern von Antriebssystemen zu Wasser, zu Land und in der Luft und beschäftigt weltweit rund 54.000 Mitarbeiter. Im Werk in Oberursel widmet man sich seit über 100 Jahren unter wechselnden Eigentümern speziell der Entwicklung, Fertigung und Betreuung verschiedener ziviler und militärischer Luftfahrtantriebe und Luftfahrtgeräte.

Mit rund 1.100 Mitarbeitern ist Oberursel heute innerhalb des Konzerns das Kompetenzzentrum für die anspruchsvolle Blisk-Technologie, bei der extrem harte Werkstoffe zu besonders belastbaren Bauteilen wie Turbinenscheiben verarbeitet werden.

„Diese hochmodernen Komponenten werden in zahlreichen Modellen eingesetzt, so auch im Trent XWB, dem effizientesten Triebwerk dieser Größe überhaupt, das den Airbus A 350 antreibt“, erläutert Kleinmann. In Oberursel werden zudem Kleingasturbinen gewartet und instand gesetzt.

„Und bei all dem brauchen wir die Mathematik, denn sie ist in allen Unternehmensbereichen unabdingbar, von der betriebswirtschaftlichen Steuerung des Unternehmens über die Entwicklung bis hin zur Fertigung unserer Produkte“, so Dr. Holger Cartsburg, Geschäftsführer Rolls-Royce Deutschland in Oberursel. Den jungen Mathe-Assen sowie deren Eltern und Lehrern ermöglichte er deshalb nur allzu gerne Einblick in den Betrieb.

Mehr Wissen und gutes Gefühl beim Flug

Und die zeigten sich beeindruckt. „Eigentlich hatte ich bei dem Namen nur an Autos gedacht, aber jetzt habe ich richtig viel über Triebwerke und die Luftfahrt gelernt“, erzählt Tobias Jedisch von der Augustinerschule in Friedberg.

Seine Mitschülerin Anabel Jost fand es besonders spannend, so viele Details über die Antriebe zu erfahren: „Es gibt einem ein gutes Gefühl für den nächsten Flug, wenn man erlebt hat, wie viel Aufwand hier rund um die Turbinen betrieben wird.“

Und auch ihr Mathelehrer Klaus Günthert war begeistert: „Das war klasse, sehr informativ und einfach spannend, mal so viel angewandte Mathematik und Technik zu erleben.“


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