Azubis vor der Kamera

Schüler drehen bei AlzChem Filme über Ausbildungsberufe

Und Klappe: Streng nach Drehbuch agieren die Azubis vor der Kamera im Labor, im Büro und in der Produktion. Fotos: Werk (3), Montage: Roth

Trostberg. „Servus, grüß euch! Ihr wollt sicher wissen, was ich hier mach’?“, begrüßt Dominik Huber (22) die Zuschauer auf Bayerisch. Der angehende Chemikant beim Chemie-Unternehmen AlzChem in Trostberg ist der Hauptdarsteller in einem Video über seine Ausbildung. Gefilmt haben Schüler des Hertzhaimer Gymnasiums Trostberg. Jetzt sind die Akteure auf den Geschmack gekommen …

Ihr Ziel: mehr Ausbildungsfilme mit echten Protagonisten drehen. Gerade steht Sandra Hilger vor der Kamera. „Das Gefühl ist sehr ungewohnt“, gesteht die 19-Jährige. Sie will Chemielaborantin werden und ist im zweiten Lehrjahr. „Plötzlich sind alle Augen und auch noch die Linse auf einen gerichtet und man weiß, jetzt bloß keinen Fehler ­machen.“

„Unsere Filme werden vielen Jugendlichen helfen, sich auf einen Ausbildungsberuf festzulegen“

Das Projekt gefällt ihr jedoch: „Als Schülerin hätte ich gern so ein Video gehabt“, sagt sie. „Man kann sich gut vorstellen, was im Berufsalltag zu tun ist und mit welchen Geräten man umgeht.“ Kollegin Melanie Rösch (21) nickt: „Vor allem die Authentizität unserer Filme wird vielen Schülern helfen, sich auf einen Ausbildungsberuf festzulegen“, so die angehende Kauffrau für Bürokommunikation.

Bekommt man beim Drehen eine andere Sichtweise auf seinen Beruf? „Klar, man beginnt darüber nachzudenken, was und wie man eigentlich den ganzen Tag arbeitet und welche Aufgaben man gern und welche man weniger gern ausführt“, erzählt Teresa Lohner (17), die ebenfalls Kauffrau für Bürokommunikation werden will.

Die Schüler der Film-AG drehen alles an Original-Schauplätzen im Unternehmen, geschnitten wird im Schulstudio. Vorab haben sich die jungen Leute intensiv über die Berufe informiert. Und natürlich auch professionelle Filme darüber angesehen. Was ist bei den Schülerfilmen anders? „Es kann passieren, dass der eigentliche Beruf weniger mit dem Werbefilm zu tun hat“, findet Schüler Stefan Lederer (17). Bei den Videos des Schülerteams sei das anders. Doch er rät eifrigen Nachahmern: „Man braucht unbedingt ein gutes Drehbuch. Mitwirkende haben nicht immer ein ausreichendes Bild von dem Beruf.“

AlzChem lässt für die Aktion das Filmen in der Produktion zu und spendiert für die Mühe sogar noch eine weitere Kameraausrüstung. „Das Ergebnis kann sich sehen lassen“, lobt Ausbildungsleiter Manfred Hochreiter. Das ganze Ausbilderteam findet das Projekt großartig: „Die Filme zeigen Schülern die vielfältigen und abwechslungsreichen Möglichkeiten in unserem Haus“, so Hochreiter.

Alle sieben Ausbildungsberufe des Unternehmens werden jetzt in Szene gesetzt und sind hier zu sehen:
bit.ly/aktiv-azubifilm

Tipp: Noch mehr starke Videos über Ausbildungsberufe gibt es auf der Ausbildungsplattform
elementare-vielfalt.de


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