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Jede Sekunde eine Scheibe Wurst

Schneidemaschinen von Bizerba sind so präzise wie ein Schweizer Uhrwerk

Damit an der Supermarkttheke die Wurstscheiben fein und gleichmäßig geschnitten werden, fertigen qualifizierte Fachkräfte bei Bizerba in Meßkirch Schneidemaschinen nach hohen Standards – und sind international erfolgreich.

Für die Wursttheke: Karl-Heinz Lautenbacher montiert eine Schneidemaschine. Foto: Mierendorf

Für die Wursttheke: Karl-Heinz Lautenbacher montiert eine Schneidemaschine. Foto: Mierendorf

Produktion: Betriebsleiter Joachim Rebholz zeigt fertige Rundmesser. Foto: Mierendorf

Produktion: Betriebsleiter Joachim Rebholz zeigt fertige Rundmesser. Foto: Mierendorf

Kontrolle: Mitarbeiter Dominic Bösch an einer Bearbeitungsmaschine. Foto: Mierendorf

Kontrolle: Mitarbeiter Dominic Bösch an einer Bearbeitungsmaschine. Foto: Mierendorf

Meßkirch. Appetitlich und ganz fein – so will der Kunde seine Wurstscheiben. Damit das auch klappt, montiert Bizerba-Mitarbeiter Karl-Heinz Lautenbacher mit hoher Präzision Rundmesser, Messerschutz und Wursthalter in das Gehäuse der Schneidemaschine. Betriebsleiter Joachim Rebholz zeigt sie stolz vor: „Von unten sieht es aus wie ein Schweizer Uhrwerk“, sagt er. Alles muss genau ineinandergreifen, damit die Schneidemaschine an der Wursttheke im Supermarkt für viele Jahre zuverlässig arbeitet.

Ebenso effizient ist die Produktion im Werk Meßkirch der Firma Bizerba. Hier werden nicht nur die Maschinen montiert, sondern auch die meisten Teile dafür aus Aluminiumguss-Rohlingen selbst gefertigt.

Das Prinzip: „Wir produzieren heute nur das, was morgen in die Maschinen verbaut wird. Dadurch sind wir flexibel und haben wenig Lagerhaltung“, erklärt Rebholz. Moderne Bearbeitungslinien machen das möglich, sie rüsten sich selbst in wenigen Sekunden auf ein anderes Produkt um: Der Roboter hat im Programm das benötigte Werkzeug und stellt es bereit. Industriemechaniker Dominic Bösch überwacht alle drei Bearbeitungszentren, nimmt fertige Teile raus, prüft sie und legt wieder neues Material hinein.

„Mit dieser hochautomatisierten Produktion und gut ausgebildeten Facharbeitern sind wir hier am Standort wettbewerbsfähig“, ist Rebholz überzeugt. Qualität und Preise stimmen: Die Nachfrage steigt. 2016 haben die rund 170 Mitarbeiter 22.000 Maschinen produziert, 2012 waren es noch 17.000. Davon sind weit über 80 Prozent Schneidemaschinen, der Rest sind Fleischwölfe, Knochensägen oder Steaker. Alles kommt mit Fleisch oder Wurst in Kontakt, deshalb ist die Hygiene so wichtig: An den speziell behandelten Oberflächen und den verschmolzenen Schweißnähten bleibt nichts kleben.

Weil die Maschinen scharf schneiden müssen, sind sie mit einem Messerschutz versehen. Einige haben sogar eine rote Leuchte, die blinkt, wenn die Maschine nicht gesichert ist.

Gefragt ist das in den USA, wohin gut 40 Prozent der Produktion verkauft werden: große, vollautomatisierte Maschinen, die pro Minute 60 Scheiben abschneiden – wie ein Schweizer Uhrwerk.


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