Innovationen

Schiffe, die es so noch nicht gibt


Lloyd Werft rüstet drittes Schiff der Combi-Dock-Serie aus

Bremerhaven. Mit tosendem Krach werfen Lackierpistolen Sprühnebel auf Stahlwände, beißender Geruch von frischem Lack liegt in der Luft, die Schweißer sprühen ihre Funken, Sägen kreischen – die Ausrüstungsarbeiten an dem 162 Meter langen und rund 6.000 Tonnen schweren Stahlkoloss Combi Dock III laufen auf Hochtouren. Rund 250 Mann werden den Anfang September aus Polen eingetroffenen Schiffsrohbau in vier bis fünf Monaten in einen Spezialisten für Sondereinsätze verwandeln.

Es ist das dritte Schiff einer Vierer-Serie, die von den Reedereien Harren & Partner und J. Poulsen Shipping als Gemeinschaftsprojekt in Auftrag gegeben wurden. Das Besondere ist ihre vielseitige Einsetzbarkeit. „Das sind Schiffe, die es so noch nicht gibt“, sagt Projektleiter Friedrich Norden.

Spezialist für schwere Brocken

Je nach Kundenwunsch lässt sich das Basismodell individuell ausrüsten. Während Vorgänger „Combi Dock II“ inzwischen als „kleine Stadt“ mit 200 „Bewohnern“ und eigenem Hubschrauberlandeplatz vor der mexikanischen Küste in der Offshore-Industrie arbeitet, wird die Nummer III in der ganzen Welt unterwegs sein, um ungewöhnlich große, sperrige oder schwere Lasten zu transportieren.

 

Dazu lässt sich das Schiff absenken. Kleinere Schiffe oder Schwimmbagger können dann durch die geöffnete Heckklappe in das Innere des Schiffes einschwimmen. Andere Lasten werden mit Hilfe zweier riesiger Kräne auf das Schiff gehoben. Zusammen tragen sie ein Gewicht bis zu 700 Tonnen. Speziallasten, aber auch Container und rollende Ladung wie Lkws können auf dem mit zwei 4.500 Kilowatt starken Maschinen ausgestatteten Schiff befördert werden.

Silke Sackmann

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