Deutsche Technik in Mittelamerika

Schaeffler und Bosch Rexroth liefern wichtige Komponenten für den Panamakanal

Herzogenaurach/Panama-Stadt. Das Ausmaß ist gewaltig: Ein Tor aus zehn Meter dickem Stahlbeton hält 430 Millionen Liter Wasser in Schach. Kein Wunder, dass eine enorme Kraft nötig ist, um das 50 mal 30 Meter große Tor zu öffnen und Schiffe in den Panamakanal einzuschleusen. Jedes Rädchen im Getriebe ist gefordert – auch die rund 3.400 Wälzlager, die der Industriezulieferer Schaeffler für die Technik der jüngst eröffneten neuen Fahrrinne geliefert hat.

102 Jahre alt ist der Kanal in Mittelamerika, der den Atlantik mit dem Pazifik verbindet. Er gilt als eine der wichtigsten Seeverbindungen für den Handel zwischen den USA und Asien. Seit Juni ist die dritte Fahrrinne für den Schiffsverkehr frei, und noch größere Ozeanriesen mit fast 140.000 Tonnen Fracht können den Kanal nutzen.

Neun Jahre dauerte der Bau der neuen Kanalrinne. Sowohl bei der Einfahrt als auch bei der Ausfahrt überwinden die Schiffe in drei Schleusenstufen einen Höhenunterschied von 26 Metern. Hier kommen die riesigen Tore zum Einsatz.

Am oberen Ende und auf dem Grund des Schleusenbeckens bewegen Führungsrollen die Stahlkolosse – ausgestattet mit Pendelrollenlagern aus Herzogenaurach. Auch die Ventiltore zu den Speicherbecken neben jedem Schleusenabschnitt laufen auf Lagern von Schaeffler.

Bei diesen Becken hat ein weiteres fränkisches Unternehmen sein technisches Know-how eingebracht. Hydraulikzylinder von Bosch Rexroth aus Lohr am Main regeln den Wasserhaushalt zwischen den Kammern. Das spart: 60 Prozent des gebrauchten Wassers steht wieder zur Verfügung, wenn das nächste Schiff kommt.

Rund um die Uhr in Betrieb: Die Technik darf nicht ausfallen

Eine Herausforderung beim Kanal ist der Dauerbetrieb: Rund 14.000 Mal im Jahr öffnen und schließen sich die Tore. So viele Frachter durchqueren im Schnitt die Wasserstraße. Eine Wartungspause gibt es nur alle fünf Jahre. Entsprechend robust und ausfallsicher muss die Technik sein. So setzt Schaeffler bei seinen Komponenten auf eine Spezialbeschichtung, die vor Verschleiß und Verrosten schützt. Mindestens 35 Jahre soll sie halten: Schiff ahoi!


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