Radsportler mit viel Ausdauer

Schaeffler-Mechatroniker fährt im Vierer-Team quer durch die USA


Lasse Ibert von Schaeffler gewinnt Team-Rennen in USA

Herzogenaurach. Fast 5.000 Kilometer auf dem Rad durch die USA – von Kalifornien ganz im Westen bis an die Ostküste nach Maryland. Durch Wüste und Steppe, über steile Anstiege und hohe Pässe. Und das in 5 Tagen, 18 Stunden und 55 Minuten.

Lasse Ibert (26), Mechatroniker in der Entwicklung des Industrie- und Autozulieferers Schaeffler in Herzogenaurach bei Nürnberg, hat das mit seinem Vierer-Team geschafft. Es gewann sogar die Mannschaftswertung des diesjährigen „Race across America“ – als erstes deutsches Team und als bisher jüngstes überhaupt mit einem Durchschnittsalter von 26.

Gefahren wird abwechselnd: Immer einer tritt kraftvoll in die Pedale. Die anderen drei erholen sich im Wohnmobil. „Wir hatten uns schon Chancen auf den Sieg ausgerechnet“, erzählt Ibert selbstbewusst. „Schließlich haben wir Erfahrung, sind gute Sportler und haben vom Start weg Tempo gemacht.“

Er ist Amateur-Radsportler, fährt rund 20.000 Kilometer im Jahr und kurbelte bereits 2011 quer durch Nordamerika – in einem Mixed-Team mit zwei anderen Männern und einer Frau.

Große Hitze und starker Seitenwind

Auch in diesem Wettbewerb der gemischten Mannschaften siegte Ibert mit seiner Truppe: „Im Vergleich zu diesem Jahr war das eine Spazierfahrt.“ Obwohl die nur knapp neuneinhalb Stunden länger gedauert hat als dieses Mal.

Viel hängt jedoch vom Wetter ab. „An den ersten Tagen fuhren wir jetzt bei Temperaturen im Schatten von 40 bis 45 Grad Celsius durch die Wüste“, berichtet Ibert. „Es war eines der bisher heißesten Rennen.“ Das Race across America gibt es seit 30 Jahren.

In Colorado auf schier endlos kerzengerader und freier Strecke hatten die Ausdauer-Könige mit starkem Seitenwind zu kämpfen. Der fegte mit einer Geschwindigkeit von 70 bis 80 Stundenkilometern über die Straße.

Ibert erinnert sich: „Vor einem Jahr hatten wir dort Rückenwind. Nun war es die größte Herausforderung, den Lenker gerade zu halten.“ Und in den Rocky Mountains machte auf Pässen – in der Spitze auf 3.300 Metern Höhe – die Kälte zu schaffen. „Am frühen Morgen waren es dort nur sieben, acht Grad.“ Iberts Kreislauf ging runter, ein Teamkamerad übernahm seine „Schicht“.

Mannschaftsgeist auch im Job gefragt

„Der große Zusammenhalt im Team – das ist das Schöne an dem Rennen“, sagt Ibert. Eine Erfahrung, die der studierte Mechatroniker auch am Arbeitsplatz macht. Seit vier Jahren ist der Niedersachse im fränkischen Stammwerk von Schaeffler in der Vorentwicklung für Schaltsysteme tätig. Dort tüftelt er mit seinen Kollegen an neuen Automatik- und Handschaltungen für Pkws.

Um erfolgreich zu sein, braucht die Abteilung einen guten Mannschaftsgeist. Und für knifflige Projekte viel Ausdauer. Die hat Ibert allemal – auf dem Rad und im Job.

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Meine Arbeit

Wie kamen Sie zu Ihrem Beruf?
Schon als Kind habe ich viel gebastelt, als Jugendlicher dann Computer-Gehäuse aus Holz und Metall gebaut. Fürs Fahrrad habe ich Karbonteile gefertigt.

Was reizt Sie am meisten?
Die Vielfalt meiner Tätigkeit in der Vorentwicklung von Schaltsystemen für Autos: Da kann ich Sensorik und Mechanik miteinander vereinen.

Worauf kommt es an?
Man muss querdenken und über den Tellerrand der eigenen Fachgebiete blicken. Und man muss sich motivieren können, wenn mal eine Entwicklung in der Sackgasse steckt.

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