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Karriere bei Metall & Elektro im Märkischen Kreis

Samet Er hat beim Halbzeug-Spezialisten Zapp seinen Traumjob gefunden

Zunächst begann Samet Er eine Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik. Dann wurde er Spediteur. Nach zwei Jahren hatte er genug von der Fahrerei. Das Blatt wendete sich, als der junge Mann auf die Firma Zapp aufmerksam wurde.

Qualität im Blick: Samet Er weiß, worauf es bei den hochwertigen Edelstählen ankommt. Foto: Roth

Qualität im Blick: Samet Er weiß, worauf es bei den hochwertigen Edelstählen ankommt. Foto: Roth

Auf Präzision kommt es an: Vorarbeiter Torsten Lücke (rechts) schaut Samet Er über die Schulter. Foto : Roth

Auf Präzision kommt es an: Vorarbeiter Torsten Lücke (rechts) schaut Samet Er über die Schulter. Foto : Roth

Voll integriert: Den ersten Azubi-Ausflug hat Samet Er verpasst, diesmal war er Teil des Teams. Foto: Werk

Voll integriert: Den ersten Azubi-Ausflug hat Samet Er verpasst, diesmal war er Teil des Teams. Foto: Werk

Gemeinsam anpacken, auch beim Azubi-Ausflug: Jetzt geht es mit dem Floß aufs Wasser. Foto: Werk

Gemeinsam anpacken, auch beim Azubi-Ausflug: Jetzt geht es mit dem Floß aufs Wasser. Foto: Werk

Schwerte. Im dritten Anlauf hat es geklappt: Samet Er hat den Job fürs Leben gefunden. Seit Januar macht er in Schwerte eine Ausbildung zum Verfahrensmechaniker bei Zapp Precision Metals, einem Spezialisten für hochwertige Halbzeuge aus Edelstahl und Speziallegierungen. „Es gibt nichts zu meckern. Ich bin komplett zufrieden“, strahlt der 22-Jährige und begutachtet noch einmal die glänzenden Stahlstäbe, die zum Verpacken bereitliegen.

Dabei hatte Samet Er mit Metall eigentlich gar nichts am Hut. Nach der Realschule startete der Hagener zunächst eine schulische Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik: „Das war aber nicht das Richtige.“ Er machte sich als Spediteur selbstständig. Transportierte für große Speditionen mit seinem Sprinter Teile von hier nach da, war in Deutschland und im Ausland unterwegs, oft 15 Stunden am Tag. „Ich hatte viel zu tun, und finanziell war es auch okay. Aber der Aufwand war zu hoch“, sagt Samet Er heute. Nach zwei Jahren hatte er genug.

„Eine Bewerbung, ein Treffer. Ich habe viel Glück gehabt“

Da traf es sich gut, dass sein Bruder von der freien Stelle bei seinem Arbeitgeber Zapp erzählte. „Wir hatten unser Azubi-Maximum noch nicht erreicht, langfristig zeichnete sich aber der Bedarf an weiteren Mitarbeitern ab“, erklärt Personalreferentin Alexandra Wolf: „Also haben wir noch einmal einen Ausbildungsplatz ausgeschrieben.“ Samet Er bewarb sich, arbeitete zwei Tage zur Probe und unterschrieb seinen Vertrag. „Eine Bewerbung, ein Treffer. Ich habe viel Glück gehabt“, sagt er. „Da gehörte schon ein bisschen mehr zu“, lobt Wolf. Er habe insgesamt überzeugt.

Daran hat sich nichts geändert, obwohl der junge Mann vier Monate später als seine Kollegen einstieg. In der Ausbildungsgesellschaft Mittel-Lenne, wo die gewerblich-technischen Zapp-Azubis das erste Jahr verbringen, kam er schnell klar. Feilen, drehen, fräsen: „Ich hab nie daran gedacht, so was zu machen“, sagt Samet Er – aber es passte.

Aus den Stäben und Drähten von Zapp werden unter anderem hauchdünne Chirurgen-Nadeln

Mit Beginn des zweiten Lehrjahrs wechselte er in den Betrieb. Hier wird er mit der Steuerung und Kontrolle der Anlagen vertraut gemacht. Angefangen hat er in der Schleiferei, in der die Stäbe auf den richtigen Durchmesser gebracht werden, jetzt lernt er gerade die Ultraschallanlage kennen, in der die Qualität der Stäbe überprüft wird. Drahtzieherei, Instandhaltung und Profilabteilung folgen – jeder Bereich für sich verantwortungsvoll. „Wir verarbeiten sehr hochwertige Materialien, und jedes braucht eine andere Behandlung“, erklärt Alexandra Wolf. Die Stäbe und Drähte müssen höchste Anforderungen erfüllen. Schließlich werden daraus hauchdünne Chirurgen-Nadeln und Zahnspangendrähte, sicherheitsrelevante Autoteile oder edle Kugelschreiberminen. Es kommt auf präzises Arbeiten an, weiß auch Samet Er: „Wenn der Durchmesser zu dünn wird, Macken zu tief sind, ist es Schrott. Macht der Mensch was falsch, kann die Maschine nicht richtig arbeiten.“

Ingenieure unterstützen Zapp-Azubis mit Hausunterricht

Das Praktische hat Er drauf, in der Berufsschule hakt es noch etwas. „Da habe ich doch einiges verpasst“, hat er gemerkt. Unterkriegen lässt er sich davon nicht, zumal Zapp die Azubis unterstützt. Die Ingenieure geben Hausunterricht, auch die Verbundstudenten helfen bei Defiziten.

Gut klar kommt er trotz Spätstart auch mit den anderen Azubis – insgesamt sind es rund 50. Diesmal war er beim großen Jahresausflug dabei, als es erst ins Hoesch-Museum und dann mit dem Floß aufs Wasser ging. Gekentert ist keiner: Top Teamarbeit. 


Persönlich

Wie kamen Sie zu Ihrem Job?

Mein Bruder arbeitet bei Zapp und hat mich auf den freien Ausbildungsplatz aufmerksam gemacht.

Was reizt Sie am meisten?

Eine Maschine allein zu bedienen, für alles verantwortlich zu sein – das reizt mich am meisten, und darauf freue ich mich.

Worauf kommt es an?

Man muss genau und präzise arbeiten. Es muss alles stimmen.

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