Coole Vorstellung

Rockkonzert statt Smalltalk: Gesundheitsunternehmen Roche lädt Bewerber zur Party ein


Mannheim. Soundcheck und los: Gleich fünf Bands rockten kürzlich das Werkgelände von Roche Dia­gnostics in Mannheim. Mit dem lautstarken Auftritt stellte sich das Gesundheitsunternehmen bei potenziellen Bewerbern vor.

Die Idee dahinter: Mitarbeiter und Bewerber kommen in lockerer Atmosphäre zusammen. „Das ist uns gelungen“, freut sich Bettina Marcinkowski, Leiterin des Bereichs Recruiting und Personalmarketing. Rund 100 Kandidaten trafen bei „Roche rockt – Leidenschaft und Leistung“ auf ebenso viele Mitarbeiter, von der Führungskraft über Trainees bis zu Praktikanten.

Bis zum Jahr 2050 wird es in Deutschland rund 30 Prozent weniger Erwerbstätige geben

„Der Clou ist, dass wir weg von der klassischen Karrieremesse gehen und den Abend zum Event machen“, erläutert Klaus Schewe, Leiter Personalmarketing und Initiator der Veranstaltung. Rund 50 offene Stellen gibt es derzeit am Standort, gesucht werden Naturwissenschaftler, Ingenieure, Wirtschaftswissenschaftler und Fachkräfte wie Chemikanten oder Techniker. Doch das erfordert Fantasie, denn der Kampf um qualifizierte Mitarbeiter wird immer härter.

„Bis zum Jahr 2050 werden wir gut 30 Prozent weniger Erwerbstätige haben“, weiß Josephine Hofmann, Expertin für Arbeitswirtschaft und Organisation beim Fraunhofer-Institut in Stuttgart. Im Wettbewerb um Fach- und Führungskräfte müssten sich Arbeitgeber heute anders präsentieren und neue Formen finden, um Menschen zu rekrutieren.

Roche wählte für die „Bewerber-Party“ bewusst einen Freitagabend: „Wer an so einem Termin kommt, um uns kennenzulernen, hat ernsthaftes Interesse an unserem Unternehmen“, davon ist Schewe überzeugt. Eingeladen waren Bewerber aus dem ganzen Bundesgebiet. Um an der Veranstaltung teilnehmen zu können, die auf Karriereportalen und der Roche-Homepage angekündigt war, musste man vorab eine Kurzbewerbung einreichen.

Vorstellungsgespräch als „echtes Erlebnis“

„Das ist auch Werbung für den Standort Mannheim“, meint Schewe mit Hinweis auf die Talente der örtlichen Popakademie. Je 20 Minuten hatten die Bands ­„Señorita“, „Miller“, „Oakfield“, „Amsterdamn“ und „Goldbird“, um das Publikum von sich zu überzeugen. Denn zu ­„Roche rockt“ gehörte auch eine Abstimmung über den besten Auftritt des Abends.

In den Pausen wurden an Stehtischen die Abteilungen vorgestellt und Fragen beantwortet. „Neben dem Kennenlernen in unverkrampfter Atmosphäre wollten wir ein echtes Erlebnis bieten. Und ich glaube, das war toll“, sagt Klaus Schewe.

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