Riesen-Spiegel und „Ergo-Scout“


Ausgezeichnete Aktionen zur Arbeitssicherheit

Ladenburg/Biberach/Mannheim. Große Spiegel säumen den Weg zur Kantine beim Spezialchemie-Unternehmen BK Guilini in Ladenburg. Die zwei Meter hohen Aufsteller gehören zu einer Augenschutz-Aktion.

Solche ungewöhnlichen Kon­zepte punkten nicht nur bei den Mitarbeitern. Sondern auch bei dem Wettbewerb „Wir haben gute Ideen zur Arbeitssicherheit“. Der baden-württembergische VCI Landesverband zeichnete jetzt drei Unternehmen aus.

„Die meisten Unfälle sind verhaltensbedingt“

„An diesen Spiegeln kommen alle Mitarbeiter vorbei“, erklärt BK-Guilini-Sicherheitsexperte Bernd Koch. Jeder Blick auf die reflektierende Fläche soll daran erinnern, wie wichtig das Augenlicht ist. Koch: „Wir müssen es bei der Arbeit schützen!“ Etwa mit Schutzbrillen.

Neben Sicherheitsunterweisungen gibt es Info-Stände, witzige T-Shirts und Adventskalender. Alles in schrillem Neongelb. Koch: „Es erinnert uns daran, wie wichtig Sicherheit ist.“

Boehringer Ingelheim setzt am Standort Biberach auf das Projekt „BI Safe – Zero by choice“. Der Pharma-Konzern hat es damit geschafft, die Unfallzahlen weltweit erstmals seit zehn Jahren wieder unter drei Unfälle pro Million Arbeitsstunden zu bringen.

„Die meisten Arbeitsunfälle sind verhaltensbedingt“, sagt  Florian Hofmann, Leiter Arbeitssicherheit. Das zeigen aktuelle Analysen. Technisches Versagen ist nur sehr selten die Ursache. Bewährt haben sich viel Eigenverantwortung für die Mitarbeiter, vorbildliches Sicherheitsverhalten der Vorgesetzten und eine intensive, offene Kommunikation.

Roche Diagnostics in Mannheim beugt ebenfalls vor: „Gesunde Mitarbeiter arbeiten konzentriert und sicher“, erklärt Andreas Schlottmann, Leiter Arbeitssicherheit. In regelmäßigen Bewegungspausen üben speziell geschulte Mitarbeiter, sogenannte „Ergo-Scouts“, mit ihren Kollegen. Mit Hüft- und Armkreisen lassen sich dann zum Beispiel Verspannungen lösen.


 

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