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Raschig-Ringe

Das Ur-Modell (oben) und eine offene, wellenförmige Variante (unten). Fotos: Werk

Weltweit setzen Betriebe auf ein Patent aus Ludwigshafen: den Raschig-Ring vom Chemie-Unternehmen Raschig. Den Füllkörper benötigt man, um bei chemischen Prozessen die Wirkungsoberfläche zu vergrößern.

„Die chemische Stofftrennung ist die zentrale Anwendung“, sagt Professor Michael Schultes, technischer Leiter der Sparte. Ein Beispiel: Um bei der Herstellung von Ammoniak eine reine Form zu erhalten, muss aus dem Gas vorhandenes Kohlendioxid (CO2) entfernt werden.

Dafür füllt man hohe Säulen (Kolonnen) mit den Ringen – von unten strömt das Ammoniak ein, von oben wird ein Lösungsmittel eingeleitet. „Die Flüssigkeit trifft auf das Gas und entzieht ihm das Kohlendioxid“, erklärt Schultes.

Wozu die Ringe? „Sie vergrößern die Kontaktoberfläche.“ Das Lösungsmittel verteilt sich auf ihnen und nimmt so viel mehr CO2 auf. Je nach Säule verwendet man bis zu Zehntausende Ringe.

Das Ur-Modell erfand Firmengründer Fritz Raschig übrigens vor über 100 Jahren. Daneben gibt es heute eine offene, wellenförmige Variante. Sie optimiert den Strömungswiderstand.


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Schlagwörter: Chemie

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