Konjunktur

Rasch raus aus dem Tal


Mit einer kleinen Metall-Scheibe drängt der Autozulieferer Teckentrup in neue Märkte

Herscheid. Christina Schwanz zeigt stolz eine kleine gerillte Metallscheibe: „Da hab ich auch dran mitgewirkt.“ Das Teil mit dem Loch ist patentiert – und nennt sich „Neue Sperrkantscheibe“. Sie soll die Schrauben an Schienenfahrzeugen sichern.

Die junge Konstrukteurin gehört zum Entwicklungs­team der Herscheider Firma Teckentrup, einem Fa­mi­lien­betrieb, der vor allem Teile für Bremsen, Airbags, die Antriebs-, Motoren- und Steuerungstechnik her­stellt. Kunden sind in erster Linie Fahrzeugbauer. Und da die jetzt in der Krise stecken, muss sich Teckentrup nach neuen Auftraggebern um­schauen.

Super-Scheibe bringt mehr Sicherheit

Deshalb ist die Scheibe so wichtig. Thomas Volborth, Teilhaber und Geschäftsführer des Unternehmens, hält große Stücke auf sie. In Versuchen habe sie die neuen strengen Sicherheitsanforderungen der Deutschen Bahn erfüllt, er­zählt der Ingenieur: Selbst bei öligem Untergrund und  nur halb angezogenen Schrauben ließ sie nicht zu, dass sich diese an den Rädern lockerten.

Teckentrup will mit der  Erfindung neue Kunden gewinnen. So soll die Spezialscheibe an Zügen, Seilbahnen, Landmaschinen und in Kraftwerken zum Einsatz kommen. Und die Krise gibt dem Mittelständler nun etwas Muße, sich der Markteinführung zu widmen: ein Glück im Unglück.

Volborth macht nicht nur deshalb einen gelassenen Eindruck: Bis zum Herbst gab es ein Wachstum   um mehr als 20 Prozent und Überstunden ohne Ende: Da sei auch ein Auftragsrückgang von 20 Prozent zum Jahresende zu verkraften. Seine Strategie: „Kein Kunde darf mehr als 10 Prozent des Umsatzes ausmachen.“ So kann niemand den Betrieb mit in den Untergang reißen.

Um durch den Abschwung zu kommen, gilt jetzt die Devise: Abläufe weiter verbessern, Material sparen. Entlassungen sind aber nicht geplant.

Für Teckentrup ist diese Autokrise nicht die erste: Mitte der 90er- Jahre stellte das Unternehmen noch einfache Unterlegscheiben her, doch dann wurde der Markt eng. Da vollzog die Firma eine scharfe Wende hin zu Präzisionselementen. „Heute sind unsere Bauteile überall dort, wo sich etwas dreht“, so Volborth. Etwa  zwischen Motor und Getriebe. Und eben auch an Rädern.

Mit neuen Produkten gut aufgestellt

Für diese Umstellung schaffte die Firma neue Maschinen an, schulte Mitarbeiter um, schuf neue Jobs. Mit Erfolg: Der Umsatz  hat  sich  im  Vergleich zu 1996 fast verdreifacht. Allein in den letzten beiden Jahren wurden insgesamt 9 Millionen Euro investiert, 15 Fachkräfte kamen 2008 hinzu.

Wer heute ein Auto kauft, will meist ein sparsames. Volborth freut es: „Unsere Kipphebel beispielsweise stecken in den modernsten Motoren von VW und Audi.“ Auf mittlere Sicht will er sich auch etwas zum Thema Elektro-Auto einfallen lassen;  es wird viele seiner jetzigen Teile überflüssig machen.

So schaut man eher optimis­tisch in die Zukunft. „Im Vergleich zu anderen geht es uns doch noch recht gut, und wir haben viele neue Produkte“, so der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende Michael Pliquett. Für ihn steht fest: „2009 geht es wieder aufwärts.“ Matilda Jordanova-Duda

Mit einer kleinen Metall-Scheibe drängt der Autozulieferer Teckentrup in neue Märkte

Herscheid. Christina Schwanz zeigt stolz eine kleine gerillte Metallscheibe: „Da hab ich auch dran mitgewirkt.“ Das Teil mit dem Loch ist patentiert – und nennt sich „Neue Sperrkantscheibe“. Sie soll die Schrauben an Schienenfahrzeugen sichern.

Die junge Konstrukteurin gehört zum Entwicklungs­team der Herscheider Firma Teckentrup, einem Fa­mi­lien­betrieb, der vor allem Teile für Bremsen, Airbags, die Antriebs-, Motoren- und Steuerungstechnik her­stellt. Kunden sind in erster Linie Fahrzeugbauer. Und da die jetzt in der Krise stecken, muss sich Teckentrup nach neuen Auftraggebern um­schauen.

Super-Scheibe bringt mehr Sicherheit

Deshalb ist die Scheibe so wichtig. Thomas Volborth, Teilhaber und Geschäftsführer des Unternehmens, hält große Stücke auf sie. In Versuchen habe sie die neuen strengen Sicherheitsanforderungen der Deutschen Bahn erfüllt, er­zählt der Ingenieur: Selbst bei öligem Untergrund und  nur halb angezogenen Schrauben ließ sie nicht zu, dass sich diese an den Rädern lockerten.

Teckentrup will mit der  Erfindung neue Kunden gewinnen. So soll die Spezialscheibe an Zügen, Seilbahnen, Landmaschinen und in Kraftwerken zum Einsatz kommen. Und die Krise gibt dem Mittelständler nun etwas Muße, sich der Markteinführung zu widmen: ein Glück im Unglück.

Volborth macht nicht nur deshalb einen gelassenen Eindruck: Bis zum Herbst gab es ein Wachstum   um mehr als 20 Prozent und Überstunden ohne Ende: Da sei auch ein Auftragsrückgang von 20 Prozent zum Jahresende zu verkraften. Seine Strategie: „Kein Kunde darf mehr als 10 Prozent des Umsatzes ausmachen.“ So kann niemand den Betrieb mit in den Untergang reißen.

Um durch den Abschwung zu kommen, gilt jetzt die Devise: Abläufe weiter verbessern, Material sparen. Entlassungen sind aber nicht geplant.

Für Teckentrup ist diese Autokrise nicht die erste: Mitte der 90er- Jahre stellte das Unternehmen noch einfache Unterlegscheiben her, doch dann wurde der Markt eng. Da vollzog die Firma eine scharfe Wende hin zu Präzisionselementen. „Heute sind unsere Bauteile überall dort, wo sich etwas dreht“, so Volborth. Etwa  zwischen Motor und Getriebe. Und eben auch an Rädern.

Mit neuen Produkten gut aufgestellt

Für diese Umstellung schaffte die Firma neue Maschinen an, schulte Mitarbeiter um, schuf neue Jobs. Mit Erfolg: Der Umsatz  hat  sich  im  Vergleich zu 1996 fast verdreifacht. Allein in den letzten beiden Jahren wurden insgesamt 9 Millionen Euro investiert, 15 Fachkräfte kamen 2008 hinzu.

Wer heute ein Auto kauft, will meist ein sparsames. Volborth freut es: „Unsere Kipphebel beispielsweise stecken in den modernsten Motoren von VW und Audi.“ Auf mittlere Sicht will er sich auch etwas zum Thema Elektro-Auto einfallen lassen;  es wird viele seiner jetzigen Teile überflüssig machen.

So schaut man eher optimis­tisch in die Zukunft. „Im Vergleich zu anderen geht es uns doch noch recht gut, und wir haben viele neue Produkte“, so der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende Michael Pliquett. Für ihn steht fest: „2009 geht es wieder aufwärts.“ Matilda Jordanova-Duda

Mit einer kleinen Metall-Scheibe drängt der Autozulieferer Teckentrup in neue Märkte

Herscheid. Christina Schwanz zeigt stolz eine kleine gerillte Metallscheibe: „Da hab ich auch dran mitgewirkt.“ Das Teil mit dem Loch ist patentiert – und nennt sich „Neue Sperrkantscheibe“. Sie soll die Schrauben an Schienenfahrzeugen sichern.

Die junge Konstrukteurin gehört zum Entwicklungs­team der Herscheider Firma Teckentrup, einem Fa­mi­lien­betrieb, der vor allem Teile für Bremsen, Airbags, die Antriebs-, Motoren- und Steuerungstechnik her­stellt. Kunden sind in erster Linie Fahrzeugbauer. Und da die jetzt in der Krise stecken, muss sich Teckentrup nach neuen Auftraggebern um­schauen.

Super-Scheibe bringt mehr Sicherheit

Deshalb ist die Scheibe so wichtig. Thomas Volborth, Teilhaber und Geschäftsführer des Unternehmens, hält große Stücke auf sie. In Versuchen habe sie die neuen strengen Sicherheitsanforderungen der Deutschen Bahn erfüllt, er­zählt der Ingenieur: Selbst bei öligem Untergrund und  nur halb angezogenen Schrauben ließ sie nicht zu, dass sich diese an den Rädern lockerten.

Teckentrup will mit der  Erfindung neue Kunden gewinnen. So soll die Spezialscheibe an Zügen, Seilbahnen, Landmaschinen und in Kraftwerken zum Einsatz kommen. Und die Krise gibt dem Mittelständler nun etwas Muße, sich der Markteinführung zu widmen: ein Glück im Unglück.

Volborth macht nicht nur deshalb einen gelassenen Eindruck: Bis zum Herbst gab es ein Wachstum   um mehr als 20 Prozent und Überstunden ohne Ende: Da sei auch ein Auftragsrückgang von 20 Prozent zum Jahresende zu verkraften. Seine Strategie: „Kein Kunde darf mehr als 10 Prozent des Umsatzes ausmachen.“ So kann niemand den Betrieb mit in den Untergang reißen.

Um durch den Abschwung zu kommen, gilt jetzt die Devise: Abläufe weiter verbessern, Material sparen. Entlassungen sind aber nicht geplant.

Für Teckentrup ist diese Autokrise nicht die erste: Mitte der 90er- Jahre stellte das Unternehmen noch einfache Unterlegscheiben her, doch dann wurde der Markt eng. Da vollzog die Firma eine scharfe Wende hin zu Präzisionselementen. „Heute sind unsere Bauteile überall dort, wo sich etwas dreht“, so Volborth. Etwa  zwischen Motor und Getriebe. Und eben auch an Rädern.

Mit neuen Produkten gut aufgestellt

Für diese Umstellung schaffte die Firma neue Maschinen an, schulte Mitarbeiter um, schuf neue Jobs. Mit Erfolg: Der Umsatz  hat  sich  im  Vergleich zu 1996 fast verdreifacht. Allein in den letzten beiden Jahren wurden insgesamt 9 Millionen Euro investiert, 15 Fachkräfte kamen 2008 hinzu.

Wer heute ein Auto kauft, will meist ein sparsames. Volborth freut es: „Unsere Kipphebel beispielsweise stecken in den modernsten Motoren von VW und Audi.“ Auf mittlere Sicht will er sich auch etwas zum Thema Elektro-Auto einfallen lassen;  es wird viele seiner jetzigen Teile überflüssig machen.

So schaut man eher optimis­tisch in die Zukunft. „Im Vergleich zu anderen geht es uns doch noch recht gut, und wir haben viele neue Produkte“, so der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende Michael Pliquett. Für ihn steht fest: „2009 geht es wieder aufwärts.“ Matilda Jordanova-Duda

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