Ölbohr-Rohre

Präzision für 7.000 Meter Tiefe


Perforator ist weltweit als Spezialist für Bohrtechnik gefragt

Walkenried. Fabian Leckel feilt konzentriert an einem U-Stahl. Nach einem kritischen Blick setzt er die Feile erneut an. „Auf Präzision legt man hier besonderen Wert“, sagt er. „Das liegt daran, dass unsere Produkte so viel aushalten müssen.“

Leckel ist einer von fünf neuen Auszubildenden der Perforator GmbH in Walkenried (Südharz). Wolfgang Schmidt, der Geschäftsführer, freut sich über so viel Ehrgeiz. Er weiß, wie wichtig das handwerkliche Können der Facharbeiter ist, um später den reibungslosen Einsatz seiner Produkte auf den Baustellen in aller Welt zu garantieren.

Strenge Standards der Ölgesellschaften

„Wir sind spezialisiert auf Bohrrohre und Bohrgestänge für Erdöl- und Erdgasgewinnung“, berichtet Schmidt. Da die Suche nach verborgenen Öl- und Gasfeldern nicht selten in bis zu 7.000 Meter Tiefe führt, müssen diese Rohre höchste Ansprüche an Material und Verarbeitung erfüllen, um das kostbare Gut zu fördern. „Die Ölgesellschaften geben da strenge Richtlinien vor.“

Zulieferer wie Perforator werden durch regelmäßige Audits zertifiziert und müssen nachweisen, dass sie die Qualitätsanforderungen erfüllen.
„Unsere Fertigungstiefe ist enorm hoch, wir machen fast alles selbst“, berichtet der Konstrukteur Horst Heidenreich beim Rundgang durch die Werkhallen. Auch wenn Brunnen oder Tunnel gebohrt werden, im Bergbau Sicherungsarbeiten nötig sind oder Wasser- oder Kanalisationsleitungen im Erdreich verlegt werden, kommen oft Produkte von Perforator zum Einsatz.

Dann geht es zum Beispiel um Maschinen, die Ver- und Entsorgungsleitungen unter der Straße hindurch pressen, ohne den darüber liegenden Verkehr zu beeinträchtigen. Eine dieser Horizontal-Pressbohranlagen testen Industriemeister Tino Klemmt und Servicemonteur Michael Trute. Bei einer Pilotbohrung zeigt eine Kamera auf einem Bildschirm den Weg. Später wird diese Machine Rohre von einem Meter Länge mit einem Druck von 95 Tonnen präzise durchs Erdreich pressen. „So ist eine zielgenaue, grabenlose Verlegung möglich“, erklärt Klemmt. Ein Vorteil gegenüber anderen Anbietern im Wettbewerb.

Enge Bindung von Betrieb und Region

Ein paar Schritte weiter zeigt Bernd Holzheu, Facharbeiter aus der Qualitätssicherung, was mit dem Präzisionsanspruch von Perforator gemeint ist: Mit einer UV-Leuchte kontrolliert er die fertiggestellten Schweißnähte.

Etliche der 148 Mitarbeiter sind seit vielen Jahren hier. „Wohl jeder ist mit der Region familiär sehr eng verbunden“, sagt Geschäftsführer Schmidt. Zum Vorteil des Unternehmens: So bleibt das Wissen weiter im Betrieb. Externe Fachleute sind dagegen nur schwer in den Südharz zu locken. Auch deshalb lege er so großen Wert auf die Ausbildung.

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Info: Perforator GmbH

Seit 2002 führt die Perforator GmbH in Walkenried im Südharz als eigenständiges Unternehmen das traditionelle Kerngeschäft der Schmidt, Kranz-Bergbautechnik weiter. Zum umfangreichen Lieferspektrum gehören Bohrgestänge für verschiedene Anwendungen, Zubehör für Berg- und Tunnelbau sowie sogenannte Horizontal-Pressbohr- und Rohrberstanlagen.

www.perforator.de

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37445 Walkenried

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