Familienunternehmen

Power für den Bauern


Die Krone Gruppe setzt Maßstäbe in der Landmaschinentechnik

 

 

Spelle. Helmut Lange wollte nicht lange bleiben: nach der Bundeswehr Geld verdienen, schnell einen Kredit abzahlen und dann mal weitersehen. Seitdem sind mehr als 20 Jahre vergangen. Der gelernte Zerspanungsmechaniker hält der Maschinenfabrik Bernard Krone GmbH die Treue.

 

 

 

Kein Einzelfall. Der Landmaschinen-Hersteller setzt auf seine Mitarbeiter als wichtigsten Erfolgsfaktor, wie Geschäftsführer Wilhelm Voß betont: „Wir möchten unsere Fachkräfte möglichst dauerhaft an uns binden, schließlich wollen wir auch künftig erfolgreich sein.“

 

 

 

Mit 1.100 Mitarbeitern fertigt Krone in Spelle (westlich von Osnabrück) Maschinen rund ums Grünfutter. Ob Gras oder Luzerne gemäht oder Mais geerntet werden muss: Die in vierter Generation familiengeführte Firma liefert die passenden Geräte. Mit für Nicht-Landwirte exotisch klingenden Namen wie „Kreiselzettwender“, „Scheibenmähwerk“ oder „Großpacken- und Rundballenpresse“.

 

 

 

Der Betriebsrat zieht voll mit

 

 

 

Viele Geräte werden an Traktoren montiert oder angehängt. Stars sind selbstfahrende Maschinen: der Mäher „Big M“ und der Feldhäcksler „Big X“. Das Big kommt nicht von ungefähr – sie leisten zwischen 500 und 1.100 PS, der Mäher kann auf 13,20 Metern Gras schneiden und der Häcksler, derzeit stärkste Landmaschine der Welt, 14 Reihen Mais auf einmal ernten.

 

 

 

 

 

 

 

Vor allem die Technik dahinter entscheidet, und die ist in weiten Teilen selbst gemacht: „Wir setzen etwa bei Getrieben auf eine hohe Fertigungstiefe“, sagt Geschäftsführer Voß. Sein langjähriger Mitarbeiter Helmut Lange ist als Zerspanungsmeister mitverantwortlich für die Produktion von Getrieben. „Wir sind stark ausgelastet, müssen auch oft innerhalb kürzester Zeit Einzelstücke produzieren. Nicht zuletzt deshalb arbeitet der Betrieb sechs Tage in der Woche rund um die Uhr.“

 

 

 

Hohe Flexibilität, exakte Fertigung und 1-a-Qualität sind für Krone ein Muss. Die Qualität der Zulieferteile überprüft unter anderem Marcella Wiewel – auch so eine typische Krone-Mitarbeiterin: Die 35-Jährige ist seit 13 Jahren im Unternehmen und heute als Qualitätsmanagerin tätig. „Ich halte engen Kontakt zu den Zulieferern, überprüfe angelieferte Teile und bin für Reklamationen zuständig“, zählt sie auf. Seit 18 Monaten ist sie Betriebsrätin. „In einem inhabergeführten Unternehmen wie unserem laufen die Prozesse ziemlich reibungslos ab“, sagt sie. „Wir haben ein gutes Verhältnis zur Geschäftsführung und klären Probleme meist auf dem kurzen Dienstweg.“

 

 

 

Nah dran am Kunden

 

 

 

Kurze Entscheidungswege und schnelle Entwicklungszeiten sind ein Erfolgsgarant für die Maschinenfabrik im Emsland. „Die Entwicklungszyklen werden immer kürzer, darauf haben wir uns eingestellt“, sagt Geschäftsführer Voß. Das jüngste bahnbrechende Produkt aus Spelle steht dafür: eine Ballenpresse, die in einem Arbeitsgang, ohne anzuhalten Ballen pressen und wickeln kann – für die Landtechnik eine Revolution.

 

 

 

„Wir sind ganz nah dran an den Bedürfnissen von Landwirten und Lohnunternehmern“, sagt Voß. Nah dran ist Krone auch am Nachwuchs. Im Rahmen der „Young Professionals Tour“ fahren die Landtechniker mit einem 850-PS-Häcksler direkt auf die Schulhöfe der Region. Und wecken so die Neugier auf Technik im XXL-Format.

 

 

 


Info: Die Krone Gruppe

 

 

Das 1906 gegründete Unternehmen teilt sich in die Bereiche Nutzfahrzeuge, Landtechnik und Landtechnik-Handel auf. Insgesamt erzielte die Gruppe im letzten abgeschlossenen Wirtschaftsjahr, das im Juli 2011 zu Ende ging, mit etwa 2.100 Mitarbeitern rund 1,3 Milliarden Euro Umsatz: rund 800 Millionen Euro mit den Nutzfahrzeugen, 410 Millionen Euro mit der Landtechnik und circa 100 Millionen Euro mit dem Handel.

 

 

 

landmaschinen.krone.de

 

 

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