Reifenproduktion

Pirelli feiert Goldene Hochzeit im Odenwald


Breuberg. Fast jeder freie Platz im Ort ist von Autos besetzt, Menschentrauben strömen aufs Werkgelände. Mit einem „Tag der offenen Tür“ feiert man an diesem Frühlingstag ein Doppeljubiläum: 110 Jahre Reifenproduktion in Breuberg im Odenwald (begründet 1903 von der Traditionsfirma Veith) und 50 Jahre Einstieg des italienischen Pirelli-Konzerns (der das Werk 2000 komplett übernahm).

35.000 Besucher am Tag der offenen Tür

Die neugierigen Massen, insgesamt 35.000 Besucher, verteilen sich auf dem riesigen Firmenareal: Viele der 2.300 Pirelli-Mitarbeiter zeigen ihren Familien oder Nachbarn ihren Arbeitsplatz. Und Fans aus ganz Deutschland jagen mit dem Tagesplan in der Hand den Events hinterher – den  donnernden Motoren und quietschenden Reifen.

Der Rallye-Legende Walter Röhrl, dessen Karriere Pirelli maßgeblich gefördert hat. Oder dem TV-Experten Christian Danner, der so unnachahmlich den Grund erklären kann, wenn bei einem Formel-1-Rennen etwas schiefgeht. Oder Formel-1-Fahrer Nico Hülkenberg, der im vom Computer simulierten Wettrennen dem ebenfalls ins Cockpit gestiegenen hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier die Rücklichter zeigt.

Milan Tenkes, der seit 38 Jahren in der Reifenfabrik arbeitet, führt Besucher durch die langen Taktstraßen der Rohlingsfertigung. Und sein Kollege Hayati Or zeigt, welche eigens produzierten Teile aus Draht, Nylon und Cord in den Reifen verbaut werden, damit diese die nötige Festigkeit erhalten.

Große Augen bei den Industrie-Robotern, Jauchzen bei der Motorsport-Show, lange Hälse bei der Feuerwehr-Parade: All das signalisiert, dass hier eine Firma von Gewicht sitzt. „Seit 1963 flossen über 300 Millionen Euro in die permanente Modernisierung des Werks“, berichtet der Breuberger Geschäftsführer Michael Schwöbel. „Dies hier ist der produktivste Standort im gesamten Pirelli-Konzern.“

Der auf Breuberg entfallende Jahresumsatz liegt bei 1 Milliarde Euro. Pirelli sei „das ökonomische Rückgrat des Odenwalds“ befindet Ministerpräsident Bouffier. Und eines sei sicher: „Wer investiert, bleibt.“ Was schon 50 Jahre lang bewiesen wurde …

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