Nachwuchs

Pilze und Alkohol? Besser nicht!


Stolzes Sieger-Duo: Anna Taranko (links) und Ulrike Franz untersuchten den Schopftintling. Foto: Scheffler

Schülerinnen aus Hanau überzeugen die Jury bei „Jugend forscht“

Darmstadt. Wie weit kommt eine Sternschnuppe? Wann hat Kaffee am meisten Koffein? Wie schlecht ist die Luft im Klassenzimmer?

Hessens Forschernachwuchs ist kreativ. Das haben 66 junge Leute beim Landeswettbewerb „Jugend forscht“ in Darmstadt bewiesen. In sieben Kategorien – darunter Chemie, Biologie, Physik, Technik und Mathe – gab es nun Gewinner. Sie fahren Ende Mai zum Bundesausscheid nach Erfurt. Den ersten Preis in Chemie sahnten Ulrike Franz (19) und Anna Taranko (18) von der Hohen Landesschule Hanau ab.

Die Abiturientinnen fanden heraus: Wer ein Gericht mit Schopftintlingen zu einem Glas Wein genießt, muss mit einem mörderischen Kater rechnen. Ein Extrakt des beliebten Speisepilzes hemmt nämlich genau das Enzym, das beim Menschen für den Alkoholabbau zuständig ist.

Zwei Jahre harte Arbeit

Schon wenig Alkohol reicht demnach aus, um Kopfschmerzen und Sehstörungen hervorzurufen. „Bisher haben wir die Reaktion nur im Reagenzglas nachgewiesen“, betont Ulrike Franz. Die Idee zu dem Projekt kam den jungen Frauen zufällig vor zwei Jahren. Seitdem forschten und experimentierten sie unter anderem in den Labors der Frankfurter Goethe-Universität.

Der Nachwuchswettbewerb „Jugend forscht“ findet jährlich statt. Gastgeber war nun zum 30. Mal das Chemie- und Pharma-Unternehmen Merck. 1.700 Jugendliche haben dort in den vergangenen Jahrzehnten ihre Forschungen präsentiert.

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