Gute Sicht für die Gläubigen

Osram rüstet Petersplatz in Rom mit LED-Leuchten aus

Lichttechnik aus Bayern sorgt im Vatikan für bessere Beleuchtung religiöser Feierlichkeiten. Die an der Marmorbrüstung montierten Leuchten sparen in Kombination mit einer professionellen Steuerung 70 Prozent Energie.

Lichterglanz: Technik aus Bayern setzt das Gelände im Vatikan in Szene. Foto: Governatorato SCV Direzione dei Musei

Lichterglanz: Technik aus Bayern setzt das Gelände im Vatikan in Szene. Foto: Governatorato SCV Direzione dei Musei

Schmucke Brüstung: Das weiße Licht hebt die Farbe des Marmors hervor. Foto: Governatorato SCV Direzione dei Musei

Schmucke Brüstung: Das weiße Licht hebt die Farbe des Marmors hervor. Foto: Governatorato SCV Direzione dei Musei

Schlau verkabelt: Die Fluter werden in luftiger Höhe montiert. Foto: Governatorato SCV Direzione dei Musei

Schlau verkabelt: Die Fluter werden in luftiger Höhe montiert. Foto: Governatorato SCV Direzione dei Musei

München. Einmal den Papst sehen! An hohen Festtagen wie bald wieder zur Advents- und Weihnachtszeit strömen täglich an die 400.000 Besucher auf den Petersplatz in Rom, um mitzuerleben, wie Franziskus dort die Messe liest, vom Papamobil die Gläubigen grüßt und den Segen spricht.

Damit sich die Gäste auch bei religiösen Feiern am Abend sicher fühlen können, ließ der Vatikan den imposanten, säulenumrahmten Platz neu beleuchten: Für die Modernisierung griff der Vatikan auf LED-Technik der Firma Osram aus München zurück.

Das Unternehmen hatte bereits 2014 mit den Deckengemälden von Michelangelo in der Sixtinischen Kapelle ein Besucher-Highlight im kleinsten Staat der Welt ins rechte Licht gerückt. Der neue Auftrag aus Rom umfasst 132 Außenleuchten. Sie wurden rings um den Platz angebracht, um optimale Helligkeit zu verbreiten. Jetzt können die Besucher dort nachts sogar lesen!

Die installierten LEDs haben eine Beleuchtungsstärke von 120 Lux (zum Vergleich: eine gewöhnliche Straßenbeleuchtung hat etwa 10 Lux). Die Herausforderung für die Entwickler: Die elektrischen Installationen sollten kaum zu sehen sein, die Leuchten sollten sich unauffällig in die Architektur einfügen. Gelöst hat man das mit flachen Flutern, die unterhalb der von Heiligenstatuen geschmückten Brüstung montiert wurden. Zudem verwendeten die Techniker spezielle Steckverbindungen, um die Leuchten zu verkabeln.

In Rom ist man zufrieden mit dem Ergebnis. Das neutralweiße Licht hebe die Farbe des Marmors hervor und unterstreiche die Architektur des Platzes mit ihren 15 Meter hohen Säulenreihen, heißt es bei Osram. Noch dazu senke der Vatikan damit seine Stromkosten. „Durch moderne LED-Technik, die wir mit einer professionellen Steuerung kombinieren, sparen wir rund 70 Prozent Energie“, so Carlo Bogani, der Projektleiter von Osram in Italien.

Der Petersplatz befindet sich unmittelbar vor dem Petersdom und gliedert sich in einen trapezförmigen Teil und einen ovalen Vorplatz mit zusammen rund 48.000 Quadratmeter Fläche. 2011 begannen dort umfangreiche Renovierungsarbeiten. Anfang dieses Jahres entwickelte Osram gemeinsam mit der servicetechnischen Leitung des Vatikans das neue Lichtkonzept. Es wurde Ende Oktober eingeweiht.


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