Mittelstand

Olympia: „Wir sind dabei“


Ein Schwarzwälder Betrieb regelt im „Deutschen Haus“ die Zutrittskontrolle

Villingen-Schwenningen. Die Olympischen Winterspiele in Kanada:  Was für eine organisatorische Herausforderung! Allein im „Deutschen Haus“, wo Pressekonferenzen und Fest-Abende stattfinden, gehen rund 13.000 Leute ein und aus. Sportler, Politiker, Reporter. Und irgendwer muss sie alle kontrollieren.

Die Firma Isgus aus Villingen-Schwenningen weiß, wie man so ein Problem löst. Der Spezialist für elektronische Zeit- und Datenerfassung regelt im Deutschen Haus die  Zutrittskontrolle.  Ein aufregendes Projekt für die 170 Mitarbeiter des Schwarzwälder Werks. Zum Beispiel für  Produktmanager Roland Gründl: Er hat vor Ort die Systeme installiert, mit seinen Kollegen vom Isgus-Vertriebs- und Servicepartner IVS Zeit und Sicherheit. „Bei Olympia hautnah dabei zu sein, das ist super“, sagt er.

Gesichtsabgleich am Monitor

Das Deutsche Haus ist an zwei Orten untergebracht, in Vancouver und 130 Kilometer weiter, in Whistler. Und das Einlass-System funktioniert so: Im Vorfeld wurden die zutrittsberechtigten Personen registriert. Vor Ort werden Name und Konterfei auf eine Chipkarte gedruckt. Darauf ist auch gespeichert, wann und wie lange die Gäste Zutritt haben.

Wenn der Gast die Karte vor dem Drehkreuz an einem Laser vorbeiführt, erscheint sein Foto hinter den Kulissen auf einem Monitor, zum Abgleich. Auch weitere Sicherheitsvorkehrungen verhindern, dass ein ungebetener Gast die heiligen Hallen betritt.

Isgus-Mitarbeiterin Doris Castorina ist stolz: Sie leitet die Abteilung Ausweisfertigung und hat jeden einzelnen Sicherheitsausweis für den Einsatz vorbereitet. „Ein schönes Gefühl“, sagt sie. Harald Emminger, der Leiter Support und Produkt-Management, hat die Isgus-Software für den Einsatz um zahlreiche Zusatzfunktionen ergänzt. Damit kann der Veranstalter, die Deutsche Sport-Marketing GmbH, nun auch die Abrechnung mit den Catering-Unternehmen per Knopfdruck erledigen. „Pro­­grammieren ist meine Leiden- schaft“, verrät Emminger. „Das war eine besonders reizvolle Herausforderung, für die ich gerne auch einige Wochenenden investiert habe.“

Isgus ist nicht nur Spezialist für Zutrittskontrolle. Sondern liefert auch komplette Systemlösungen für Personal-Einsatzplanung und Zeitmanagement. Diese können heute viel mehr als früher eine Stempeluhr: Sie erfassen neben Arbeitszeiten wichtige Betriebs- und Maschinendaten.

Ein Auftrag zur rechten Zeit

So lässt sich per Mausklick feststellen, wie viel Arbeitskosten das Fräsen eines Teils verursacht, oder wie oft eine Maschine ausfällt. Wertvolle Informationen, wenn man Arbeitsabläufe optimieren will. Vertriebsleiter Klaus Wössner sagt: „Das haben gerade in schlechten Zeiten viele unserer Kunden zum Ziel.“

Für ihn kam der Auftrag gerade recht: „Unser Auslandsanteil steigt, und ein internationales Projekt wie die Olympischen Spiele unterstreicht unsere Anstrengungen gerade in den USA und Kanada.“   

Artikelfunktionen


'' Zum Anfang