Nachwuchs II

Nur zwei Sekunden bis Australien


„Beam me up, Scotti“: Die ultraschnelle Reise via Spezialbeamer hätte den Ingenieur von „Raumschiff Enterprise“ wohl entzückt. Foto: Scheffler

Schüler überlegen, wie Unternehmen künftig funktionieren müssen

Wiesbaden. Bei Geschäftsreisen sekundenschnell von einem Ort zum anderen reisen? Kein Problem: Einfach in einen Spezialscanner steigen, Zielcode eingeben, Start drücken und ankommen. Möglich macht das eine raffinierte Entmaterialisierung im „Abbeamer“ – theoretisch jedenfalls.

Die Idee dazu hatten Mädchen der zwölften Klasse des Martin-Niemöller-Gymnasiums Wiesbaden. Beim Gesundheitsunternehmen Abbott überlegten sie mit 25 Schülern beim Innovationsspiel „Jugend denkt Zukunft“ fünf Tage lang, wie Firmen künftig am besten funktionieren könnten.

„Der Abbeamer spart Reisenden Zeit und stößt keine umweltschädlichen Gase aus“, erklärt Athanasia Chatzopoulou (18) das kühne Projekt, das an „Raumschiff Enterprise“ erinnert.

Eine andere Gruppe beschäftigte die Frage:  Wie findet ein Betrieb qualifizierten Nachwuchs? Lösung: Mit Hilfe eines Online-Strategiespiels. Dann könnten Jugendliche virtuell Fabriken planen, Mitarbeiter einstellen, Maschinen kaufen und in die Forschung investieren. „Die besten Spieler lädt Abbott zu Vorstellungsgesprächen ein“, schlägt Schülerin Isabella Janisch vor.

Virtuellen Kollegen die Hand geben

Und wie hält man die Belegschaft bei Laune? Durch einen Firmen-Wohnpark mit kurzen Wegen zwischen Arbeit und Zuhause, viel Grün und regenerativer Energie aus Windmühlen, Photovoltaik und Geothermie, meinen die jungen Denker.

Wie man den Kontakt zwischen den Mitarbeitern in einem internationalen Konzern verbessert, wissen sie auch: Von jedem Kollegen gibt es künftig ein „Hologramm“. Diese Scheinfigur kann bei virtuellen Meetings an allen Firmen-Standorten auftauchen, wird durch Gedanken gesteuert, lässt sich anfassen und kann auch selber Gegenstände bewegen – ähnlich wie die Hauptfigur im Kino-Blockbuster „Avatar“.

Von so viel Fantasie ist Abbott-Personalchef Manfred Koch begeistert: „Wir brauchen Leute die so kreativ denken, wie ihr“, lobt er.

www.jugend-denkt-zukunft.de

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Schlagwörter: Schule

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