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Abfall-Entsorgung

Nie mehr den Müll des Nachbarn bezahlen – dank intelligenter Tonnen von emz-Hanauer

Wer Abfall verursacht, bezahlt die Kosten. Klingt einfach, ist aber in Wohnblocks mit gemeinsamen Containern kompliziert. Abhilfe schafft eine elektronische Müllschleuse: Sie registriert genau, wer wie viel Müll einwirft.

Entwickelt die intelligente Schleuse weiter: Martin Schelter von emz-Hanauer. Foto: Werk

Entwickelt die intelligente Schleuse weiter: Martin Schelter von emz-Hanauer. Foto: Werk

Die intelligente Schleuse weiß, wer wieviel Müll einwirft. Und sie meldet dem Entsorgungsunternehmen, wenn sie voll ist und geleert werden kann. Foto: Werk

Die intelligente Schleuse weiß, wer wieviel Müll einwirft. Und sie meldet dem Entsorgungsunternehmen, wenn sie voll ist und geleert werden kann. Foto: Werk

Mit einem elektronischen Schlüssel ("Smart Tag") öffnet der Nutzer die Tonne. Neue Systeme lassen sich auch per App bedienen. Foto: Werk

Mit einem elektronischen Schlüssel ("Smart Tag") öffnet der Nutzer die Tonne. Neue Systeme lassen sich auch per App bedienen. Foto: Werk

Nabburg. Müll ist ein Thema, das den Deutschen besonders unter den Nägeln brennt. Kein Wunder: Wir sind Weltmeister im Sortieren – und laut Statistik dreht sich etwa jeder fünfte Nachbarschaftsstreit hierzulande um Müll.

Wer wie viel Abfall in die Tonne wirft, das lässt sich in digitalen Zeiten ganz einfach nachverfolgen. Etwa mit den intelligenten Schleusen von emz-Hanauer. Das Familienunternehmen aus Nabburg hat sich seit 1999 zu einem Pionier für neue Verfahren in der Müllentsorgung entwickelt und die Umwelttechnik zu einem weiteren Standbein ausgebaut.

Traditionell ist das Unternehmen (1.100 Mitarbeiter weltweit) führender Anbieter von Verschlüssen, Sensoren und elektronischen Komponenten für „weiße Ware“, also Waschmaschinen, Geschirrspüler, Kühlschränke.

Der Container registriert, wer wie viel Müll einwirft

Vor mehr als sieben Jahren stellten die Oberpfälzer mit einem vernetzten Müllsammelsystem eine der weltweit ersten konkreten Anwendungen für das „Internet of Things“ vor – also für unsere zukünftige Welt, in der Dinge des alltäglichen Lebens vernetzt sind und selbstständig über das Internet kommunizieren.

Das System funktioniert dort, wo sich Nachbarn oder Stadtteilbewohner einen Container teilen. Jeder bekommt einen elektronischen Schlüssel („Smart Tag“) – oder neuerdings auch eine App. „Das Handy hat man eh in der Tasche. Da liegt es nah, den Zugang darüber zu steuern“, sagt Martin Schelter, der bei emz die Entwicklung vorantreibt. Durch die eindeutige Identifizierung registriert die Schleuse an der Tonne, wer wie viel Müll einwirft. Damit lassen sich Entsorgungskosten genau auf die Personen umlegen, die den Müll verursachen. Das motiviert, Abfall zu trennen: Denn Kosten verursacht vor allem Restmüll, nicht separat gesammelter Wertstoff wie Plastik oder Glas, der recycelt wird.

Ob die Tonne voll ist, meldet das elektronische System über das Internetportal „eGate“. Die Müllabfuhr kann so ihre Fahrroute flexibler planen und sich etwa in den Ferien, wenn wenig Müll anfällt, die Leerung sparen. Da profitierten gleich drei Parteien, sagt Raoul Janssen, Geschäftsführer von emz-Environmental Technology: „Eine Win-win-win-Situation für Entsorger, Bürger und Umwelt.“

Auch deutsche Kommunen setzen auf „Smart City“

Vor allem in Italien ist emz mit dem elektronischen Schleusenkonzept sehr erfolgreich und in diesem Segment mit einem Anteil von 77 Prozent Marktführer. In Deutschland ist Abfallentsorgung traditionell anders strukturiert: Hier hat fast jeder Haushalt Einzeltonnen.

Allerdings bewegt sich auch hierzulande etwas. Immer mehr Kommunen suchen laut emz intelligente Lösungen für die „Smart City“. Für die Stadt Hamburg zum Beispiel haben die Oberpfälzer das elektronische Zugangssystem so angepasst, dass es unabhängig vom Tonnentyp funktioniert.


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