Beruflicher Aufstieg von Frauen

„next step“: Wie erfahrene Mentoren weiblichen Nachwuchskräften bei der Karriere helfen

Erfolgreich per Tandem: So funktioniert das Programm „next step“. Dabei begleiten langjährige Führungskräfte junge Mitarbeiterinnen aus einem anderen Unternehmen ein Jahr lang – und helfen ihnen, den beruflichen Aufstieg zu meistern.

Unter Kollegen: Holger Koopmann konnte Diana Finke hilfreiche Tipps geben. Foto: agentur mark

Unter Kollegen: Holger Koopmann konnte Diana Finke hilfreiche Tipps geben. Foto: agentur mark

Erfolgreiche Runde: Elf Tandems arbeiteten ein Jahr lang zusammen. Foto: agentur mark

Erfolgreiche Runde: Elf Tandems arbeiteten ein Jahr lang zusammen. Foto: agentur mark

Iserlohn. Die jungen Frauen möchten beruflich vorankommen. Die langjährigen Führungskräfte haben das schon geschafft. Das Mentoringprogramm „next step“ des Kompetenzzentrums Frau & Beruf Märkische Region (agentur mark) bringt beide Seiten zusammen: Erfahrene Mentoren begleiten im Tandem junge weibliche Beschäftigte aus einem anderen Unternehmen ein Jahr lang, unterstützen mit ihrem Wissen, machen Mut, geben Sicherheit.

„Mir hat das sehr geholfen“, sagt Diana Finke. Die 28-Jährige baut in der Iserlohner Metallwarenfabrik Herm. Sprenger ein Personalbüro für die 170 Mitarbeiter auf. Zuvor war die Industriekauffrau im Verkauf tätig, studierte nebenbei Business Administration und entdeckte dabei ihre Vorliebe für das Personalmanagement. Ihr Interesse an einer entsprechenden Position traf sich mit dem Wunsch der Geschäftsführung, diesen Bereich auszubauen. Diana Finke bekam den Job – und ihr wurde vorgeschlagen, am Mentoringprogramm teilzunehmen.

„Vieles war neu für mich. Ich habe auf jemanden gehofft, der mir Tipps gibt“, sagt sie. In Holger Koopmann, Personalleiter im Stahldrahtwerk Lüling, hat sie den idealen Tandempartner gefunden. Bei ihren Treffen ging es oft um konkrete Fragen, etwa zur Termin- und Projektplanung. „Als Außenstehendem fällt es manchmal leichter, eine andere Sichtweise reinzubringen“, meint Koopmann.

Der 50-Jährige, bereits zum zweiten Mal Mentor, zieht für sich selbst viel Nutzen aus dem Einsatz: „Ich bekomme hautnah die Sichtweise der jungen Frauen mit. Das wäre im eigenen Betrieb so nicht möglich.“ Viermal im Jahr kommen alle Tandems zudem zu Erfahrungsaustausch und Workshops zusammen.

„Sie wäre auch ohne Mentor ihren Weg gegangen“, sagt Holger Koopmann über Diana Finke. „Die Frage ist nur, wie und wie schnell“, kontert sie. Ihr Vorgesetzter Frank Rieger, ebenfalls als Mentor engagiert, ist überzeugt: „Für das Unternehmen war das Tandem ein Glücksfall.“ Er hat weitere Mitarbeiterinnen für next step angemeldet – auch um die guten Fachkräfte in der Firma zu halten.


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