Fliegen bald noch billiger?

Neuer Anbieter lockt ab Januar


Frankfurt. Um den Billigfluglinien besser Kontra zu bieten, wird die Lufthansa vom 1. Januar 2013 an mit einer neuen, günstigen Airline für Direktflüge zu Zielen in Europa abheben. Arbeitstitel: „Direct 4 U“.

Dazu will sie ihre Töchter Germanwings und Eurowings zusammenführen und zu einem schlagkräftigen Konkurrenten für Ryan­air und Easyjet ausbauen, mit Sitz in Köln. 90 Flugzeuge sollen schon 2013 über 18 Millionen Passagiere befördern. „Mehr Wettbewerb kann nur positive Auswirkungen auf die Flugpreise haben“, urteilt Flugexperte Mirko Klimas vom Verbraucherzentrale Bundesverband Berlin.

Lufthansa kämpft mit Verlusten

Die Drehkreuze Frankfurt und München werden zwar nicht angeflogen. Auf dem Flugplan werden aber alle anderen deutschen und europäischen Verbindungen der Lufthansa stehen. „Super für den Verbraucher wäre, wenn die neue Airline auch die günstigen Flugzeiten von ihrer Mutter Lufthansa übernimmt“, sagt Klimas. Die Billig-Airlines fliegen wegen niedrigerer Gebühren häufig in den weniger beliebten frühen Morgen- oder späten Abendstunden. Zudem steuern sie oft kleinere Airports an.

Mit der Fluglinie will die Lufthansa ihre Direkt-Strecken in Europa wieder profitabel machen. „Das ist dringend nötig“, sagt der Hamburger Unternehmensberater und Flugexperte Heinrich Großbongardt. „Dort macht sie jährlich Verluste in dreistelliger Millionen-Höhe.“

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