Motorsport

Neue Teststrecke für Audi-Rennwagen

Neuburg. Alles klar zum Start: Wenn der Autohersteller Audi seine Sportwagen jetzt wieder auf Strecken in aller Welt ins Rennen schickt, hat das Motorsport-Team schweißtreibende Arbeit hinter sich. Monatelang tüfteln Mechaniker und Ingenieure an den Flitzern, schließlich geht’s im Rennen um Bruchteile von Sekunden.

In Neuburg an der Donau, 20 Kilometer vom Unternehmenssitz in Ingolstadt, hat Audi sein neues Kompetenzzentrum für Motorsport aufgebaut. Dort werden seit Ende 2014 nicht nur die Wagen für die Deutsche Tourenwagenmeisterschaft (DTM) wie der Sportwagen „RS5“ konstruiert und gebaut, sondern auch die Boliden für die „24 Stunden von Le Mans“ in Frankreich. Mit Erfolg: Das legendäre Langstreckenrennen hat Audi bereits 13-mal gewonnen, dreimal hintereinander mit dem Hybrid-Rennwagen „R18“ (558 PS).

Mehr als 300 Mitarbeiter gehören zum Audi-Sportteam, das an den Rennwagen schraubt. Entwicklungsbüros und Werkstätten liegen eng nebeneinander, mit Anschluss an die Strecke. Von Neuburg werden alle Einsätze der Boliden organisiert, im Schnitt 20 Rennen pro Jahr in zwölf Ländern.

Herzstück des knapp 50 Hektar großen Geländes ist ein 3,4 Kilometer langer Rundkurs, der bei Bedarf verlängert werden kann. Hier starten die Rollouts, die ersten Tests, sobald die Flitzer zusammengebaut sind. Die Motoren stammen nach wie vor aus dem Audi-Werk Neckarsulm, alles übrige kommt aus Neuburg.

Der Kurs in Oberbayern ist keine Rennstrecke, wie Audi betont, sondern dient lediglich der Erprobung der Wagen. So finden sich hier Strecken für Funktionsfahrten der Sport-Prototypen sowie für Tests von Assistenz-Systemen im Fahrzeug.

Was sich im Motorsport bewährt, taugt auch für die Straße. „Hier in Neuburg erproben wir unsere Technik am Limit“, sagt Audi-Entwicklungsvorstand Ulrich Hackenberg. „Auch um sie für den möglichen Einsatz in der Serie vorzubereiten.“

Auf dem Areal finden zudem die Fahr- und Sicherheitstrainings von Audi statt. Kunden können in sämtlichen Modellen des Herstellers auf dem Gelände herumkurven.

Neben dem „Handling-Parcours“ und einer 30.000 Quadratmeter großen bewässerten Fläche gibt es einen Parcours mit steilem Hügel für Fahrten im Gelände. Im Eröffnungsjahr klemmten sich bereits 13.000 Teilnehmer für einen der Kurse hinters Steuer.


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