Frisches Trinkwasser

Neue Technologie von Lanxess hilft bei der Entsalzung von Meerwasser

Blick in die Produktion: Eine Kunststofffolie wird beschichtet. Foto: Werk

Bitterfeld. Mehr als eine Milliarde Menschen hat keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser, so die Uno. Dabei leben wir auf einem wasserreichen Planeten. Aber: Nur 1 Prozent davon ist ohne Behandlung trinkbar, 97 Prozent sind ungenießbares Salzwasser.

Beim Aufbereiten von dringend benötigtem Trinkwasser hilft Know-how aus Deutschland, wie zum Beispiel die neue Membranfilter-Technologie des Spezialchemie-Konzerns Lanxess. Mithilfe der Umkehr-Osmose lässt sich damit Meerwasser rasch und effizient entsalzen.

Das Unternehmen stellt die Membranfilter-Elemente (Lewabrane) im Werk Bitterfeld in Sachsen-Anhalt her. Dort versehen Mitarbeiter eine spezielle Kunststofffolie mit zwei funktionellen Schichten und fertigen daraus die Filterelemente für die Entsalzungsanlagen.

Ein aktuelles Praxisbeispiel für den möglichen Einsatz der Technologie ist das wasserarme Israel. Das Land ist auf 32 Meerwasser- und Brackwasserentsalzungsanlagen angewiesen, die rund 42 Millionen Kubikmeter Trinkwasser im Jahr bereitstellen. Eine weitere Anlage wird gerade in der Hafenstadt Ashdod gebaut: Sie soll 100 Millionen Kubikmeter ab dem Jahr 2015 liefern.

Hintergrund

Umkehr-Osmose

  • Mithilfe der Osmose saugen Pflanzenwurzeln Wasser und Nährstoffe aus dem Boden.
  • Die Industrie dreht das Prinzip um: Man presst Salzwasser mit Druck auf eine Membran, die nur Wassermoleküle, aber kein Salz durchlässt. Auf der einen Seite entsteht reines Wasser, auf der anderen stark salzhaltiges. Beides fließt getrennt ab.

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