Modultechnik

Modernste Hightech in einem Truck


A.Weidelt Systemtechnik ist mit hochwertigen Systemeinbauten erfolgreich

Bremen. Nicht nur die Unternehmen, auch die Bundeswehr wirbt um Nachwuchs. Ein Riesentruck „Karriere mit Zukunft“ rollt durchs Land.

Er muss ebenso ausgerüstet werden wie die 36 mobilen, voll funktionsfähigen Operationseinheiten  in  Containern,  die die Bundeswehr für ihre Auslandseinsätze  benötigt  –  sie sind komplett eingerichtet mit OP-Tisch,  Anschlüssen  für Sauerstoff und Wasser, Medikamentenschränken, Beatmungs- und Überwachungsgeräten, Klimaanlagen und vielem mehr.

Das ist kein Problem für die Weidelt Systemtechnik. „Wir haben nicht nur einen Großteil der Einzelkomponenten besorgt, teils selbst konstruiert und eingebaut, sondern sind dafür verantwortlich, dass das Gesamtsystem später auch unter extremen Bedingungen funktioniert“, erläutert Rolf A. Weidelt, Chef des erfolgreichen Mittelständlers.

Bekannte Namen auf der Kundenliste

Komplizierte Einbauten auf kleinstem Raum, technisch höchst anspruchsvolle Lösungen für ganz individuelle Kundenanforderungen, kurz Systemtechnik vom Feinsten – dafür steht der Name Weidelt nunmehr seit 88 Jahren.

Das Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung, also  Bundeswehr,  Innenministerium,  IT-Amt sowie große Konzerne wie EADS, IBM, Siemens, Rheinmetall und Thyssen stehen  auf  der  illustren Kundenliste  des 80-Mann-Unternehmens im südlichen Bremer Weserhafengebiet.

In der dritten Familiengeneration führt Rolf Weidelt den Mittelständler, der Maßstäbe bei der Einrüstung von Fahrzeugen aller Art setzt.  „Wir planen, realisieren und integrieren verschiedenste Einbausätze in mobilen Zellen. Das können Fahrzeuge aller Art sein, ebenso wie Kabinen, Container, Flugzeuge und Eisenbahnen.“

Der „mobile, problemlösende Einbausatz“ wird unterdessen von vielen Kunden nachgefragt. „Wir haben für die Bundeswehr mobile Krankenstationen gebaut, fahrbare Werkstätten und Umweltanalysemodule realisiert, IT-Kabinen integriert und  Werbefahrzeuge eingerichtet“, zählt der Geschäftsführer auf.

Kampf gegen die Vogelgrippe

Sogar eine mobile Feldkirche, ausgerüstet mit allen Utensilien für katholische und evangelische Gottesdienste, haben die Bremer eingerüstet. Aber auch ein Seuchenbekämpfungszentrum, das das Innenministerium im Zuge der Vogelgrippe-Epidemie in Auftrag gegeben hat, wurde von Weidelt mit realisiert.

Inzwischen ist die Firma einer der wenigen verbliebenen Mittelständler in diesem Nischenmarkt.

Das Plus des Familienunternehmens: Hohes Engagement und Spezialkenntnisse der Mitarbeiter, Flexibilität bei der Auftragsgestaltung und Kostenvorteile gegenüber den großen Konzernen.

Kein Wunder, dass  Chef  Rolf  Weidelt   selbstbewusst  sagt: „Einrüsten können sicherlich viele, wir aber können es einfach besser.“

So gut, dass die Auftragsbücher für die nächsten drei bis vier Jahre gut gefüllt sind.

Mitarbeiter gesucht

Um das Auftragsvolumen bewältigen zu können, wurde im vergangenen Jahr sogar eine neue, 1.400 Quadratmeter große Halle, gebaut. Der erfreuliche Boom bereitet dem Chef allerdings nicht nur pure Freude. „Wir brauchen unbedingt weitere qualifizierte  Mitarbeiter.  Die  aber sind derzeit am freien Markt  kaum  zu  bekommen.  Das  Rüstzeug  erlernen  sie meistens erst bei uns. Das hilft dann beiden Seiten.“

Lothar Steckel

 

Info:  A. Weidelt Systemtechnik GmbH & Co. KG

Das traditionsreiche Unternehmen A. Weidelt ist in der dritten Generation familiengeführt. Rund 80 Mitarbeiter konstruieren, bauen und integrieren in Bremen-Hemelingen Systemeinbauten in fahrbaren Modulen: für das deutsche Heer, die französische und dänische Armee, aber auch für zahlreiche zivile Kunden.

Der Auftragsbestand reicht, um in den nächsten vier Jahren mit der aktuellen Belegschaft produzieren zu können. Im Jahr 2007 erreichte die Firma einen Umsatz von 17 Millionen Euro. 

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