Schlaue Helfer

Mobile Roboter von Kuka springen in der Fertigung ein

Augsburg. Auftragsspitzen? Kein Problem. Wenn’s klemmt, hilft Kollege Roboter mit. Der „Flexfellow“ von Roboter-Hersteller Kuka in Augsburg kann Handarbeitsplätze bei Bedarf automatisieren. Für ein paar Stunden oder mehrere Wochen.

Der Vorteil im Vergleich zu fest installierten Anlagen: Auf seiner rollenden Plattform kann er mal hierhin, mal dorthin geschoben werden. Der flinke Arm lässt sich um sieben Achsen drehen, reagiert auf Fingertipp und misst sich selbstständig in neue Arbeitsstationen ein.

Und der Roboter aus Schwaben kann noch mehr: Er arbeitet ohne Schutzzaun, kann sich also einen Arbeitsplatz mit dem Menschen teilen. Abstandssensoren sorgen dafür, dass sich beide nicht ins Gehege kommen.

Assistenzrobotik nennt man das, wenn schlaue Maschinen dem Menschen zur Hand gehen. Der „Zukunftsrat der Bayerischen Wirtschaft“, ein mit führenden Vertretern der Wissenschaft besetztes Expertengremium, sieht darin eine Schlüsseltechnologie.

Einsatzort der neuen Technik ist nicht nur die Industrie. Auch im OP-Saal oder in der Kranken- und Altenpflege könnten die präzisen Geräte künftig mehr helfen.

Hersteller Kuka beschäftigt sich seit langem mit der Zusammenarbeit von Roboter und Mensch. Das Unternehmen mit 12.000 Mitarbeitern zählt zu den weltweit führenden Herstellern von Industrierobotern. Seine Kunden kommen aus dem Automobilbau, wo die orangefarbenen Anlagen etwa die Montage von Karosserien übernehmen. Daneben beliefert Kuka weitere Branchen wie die Flugzeug- und Solar-Industrie.

Im eigenen Werk in Augsburg haben die flinken Maschinen ebenfalls ihren Platz. Dort bauen Roboter andere Roboter zusammen – gemeinsam mit Menschen. Während der Maschinenarm die Schrauben festzieht, bestückt ein Mitarbeiter das nächste Werkstück.

Schlaue Maschinen nehmen den Menschen monotone Arbeiten ab

Nicht zuletzt mit Blick auf älter werdende Belegschaften suchen Firmen nach Lösungen zur Automatisierung. „Roboter sind kompakt. Sie können Mitarbeiter von monotonen Tätigkeiten entlasten“, bringt es Karl Christian Messer, Vertriebsspezialist von Kuka, auf den Punkt.


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