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Poolbillard

Mitarbeiter von Premium Aerotec spielt jetzt in der Ersten Bundesliga

Meric Reshat arbeitet als Lackierer bei Premium Aerotec in Nordenham und kam vor 30 Jahren durch einen Freund zum Billard. Der Niedersachse blieb dabei – und ist heute sechsfacher deutscher Meister in seiner Sportart.

Ohne Training geht nichts: Der Niedersachse steht fast täglich am Billardtisch. Foto: Christian Augustin

Ohne Training geht nichts: Der Niedersachse steht fast täglich am Billardtisch. Foto: Christian Augustin

Glückwunsch: Der Präsident des Hamburger Vereins BC Queue gratuliert Meric Reshat (rechts) zum Wechsel. Foto: Christian Augustin

Glückwunsch: Der Präsident des Hamburger Vereins BC Queue gratuliert Meric Reshat (rechts) zum Wechsel. Foto: Christian Augustin

Stolzer Vater: Die Geburtsdaten seines Sohns trägt Meric Reshat als Tattoo auf dem Arm. Foto: Christian Augustin

Stolzer Vater: Die Geburtsdaten seines Sohns trägt Meric Reshat als Tattoo auf dem Arm. Foto: Christian Augustin

Der HSV träumt davon, ebenso wie unzählige Sportler in ganz Deutschland, aber Meric Reshat hat es geschafft: Er spielt künftig in der Ersten Bundesliga. Der Niedersachse, der als Lackierer bei Premium Aerotec (PAG) in Nordenham arbeitet, ist sechsfacher deutscher Meister im Poolbillard und kann sich nun mit den Besten der Besten in seiner Sportart messen.

Für den 46-Jährigen, der Anfang September 1971 geboren wurde, ein tolles Geburtstagsgeschenk, aber es ist auch hart erarbeitet. „Viele Leute kennen Billard ja nur als Zeitvertreib aus der Kneipe“, sagt Reshat, „und das ist auch absolut okay. Für uns allerdings ist es echter Leistungssport.“

Früher war er auch als Fußballer aktiv

Der PAG-Mitarbeiter weiß, wovon er spricht, denn er ist seit 30 Jahren dabei. Ein Freund hatte ihn damals zum Training mitgenommen, und Reshat wusste sofort: „Das ist mein Sport, dabei bleibe ich.“

Für seine Fußball-Kollegen im Landesliga-Team des 1. FC Nordenham war das eine eher schlechte Nachricht, denn sie mussten fortan immer öfter ohne ihren Stürmer auskommen. Für Reshat selbst aber war es genau die richtige Entscheidung, wie seine Erfolge in den folgenden Jahren eindrucksvoll belegen.

Der Billardneuling machte sich schnell einen Namen in der Szene und spielte bald ganz vorne mit. Ein Vereinskamerad von Reshat: „Unsere Sportart ist sehr anspruchsvoll, weil sie so ganzheitlich ist. Man braucht feinmotorische Fähigkeiten, Fitness, Ehrgeiz und mentale Stärke. Bei Meric ist das alles vorhanden.“

Das reichte allerdings noch nicht aus, um in die Bundesliga vorzustoßen – Reshat musste auch den Verein wechseln. In den vergangenen Jahren hatte der gebürtige Braker für den Zweitligisten GVO Oldenburg gespielt, nun ging er nach Hamburg zum Verein BC Queue.

Rund 200 Kilometer Fahrt zum Vereinsheim in Hamburg

Qualitativ ein enormer Sprung, denn hier kann er mit Europa- und Weltmeistern trainieren. Geografisch jedoch eine echte Herausforderung, da zwischen dem Vereinsheim in Hamburg und seinem Wohnort Nordenham rund 200 Kilometer liegen. Wenn’s gut läuft, ist die Fahrt in zwei Stunden zu schaffen, aber es gibt auch Tage, da ist er über drei Stunden unterwegs.

In Nordenham arbeitet er seit 2016, vorher war er am PAG-Standort Varel beschäftigt. „Mir gefällt es dort sehr gut“, sagt er. „Der Job ist wirklich spannend, und es wird nie langweilig.“ Genauso wie eine gute Billardpartie also.


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