„Wir leben jetzt viel bewusster“

Mitarbeiter von Henkel schonen Ressourcen – und werben dafür


Düsseldorf. „Wenn Sie zu Hause Ihre Wäsche bei 30 statt bei 40 Grad waschen, dann sparen Sie bis zu 40 Prozent Energie“, erklärt Nina Schädlich einer verdutzten Kundin in einer Drogerie.

Die angehende Industriekauffrau beim Konsumgüter-Hersteller Henkel in Düsseldorf möchte zeigen, wie Nachhaltigkeit im Alltag funktioniert: „Ich halte mich zu Hause auch daran.“ Deshalb stand die 22-Jährige – wie 60 weitere Azubis von Henkel und dm-Drogerie-Markt – am Erlebnisstand in einer Filiale des Kooperationspartners.

Das ist Vorstandschef Kasper Rorsted wichtig. „Wir stehen vor großen Herausforderungen“, sagt er. Die Weltbevölkerung steige bis 2050 auf neun Milliarden Menschen: „Wir müssen Wege finden, Wachstum und Lebensqualität von zunehmendem Ressourcenverbrauch und steigenden Emissionen zu entkoppeln.“ Rorsted möchte „mit weniger Ressourcen mehr erreichen“. Ehrgeiziges Ziel: Im Jahr 2030 soll der Konzern für jeden erwirtschafteten Euro nur noch ein Drittel der heutigen Ressourcen einsetzen.

Ökologisch, ökonomisch und sozial denken

Dafür entwickeln nicht nur Wissenschaftler neue Werkstoffe und Verfahren, sondern alle 47.000 Konzern-Mitarbeiter ziehen weltweit mit. Bei den Azubis fängt es an:
„Im Workshop über Nachhaltigkeit lernen die jungen Leute, dass wir für alles, was wir tun, verantwortlich sind“, erklärt Ausbildungsleiter Loert de Riese-Meyer. Das hat auch Sarah Spicks verinnerlicht: „Beim Lebensmittel-Einkauf nehme ich nur noch kleine Packungen“, erklärt die angehende Chemielaborantin: „Ich möchte kein Essen wegwerfen.“ Eltern und Freunde klärt sie auf, wie man richtig wäscht: „Die meisten nehmen viel zu viel Waschmittel, das ist totale Verschwendung!“

Ökologisch, ökonomisch und sozial denken, darum geht es. Privat wie im Geschäftsalltag: „Nachhaltigkeit ist für uns ein strategischer Erfolgsfaktor und ein Wettbewerbsvorteil“, so Vorstandschef Rorsted. „Immer stärker achten Kunden, Partner, Verbraucher, Regierungen oder Behörden darauf, wie nachhaltig wir unser Geschäft führen.“

Die beiden Azubis bringen die Sache so auf den Punkt: „Wir leben jetzt viel bewusster.“

Hier erfahren Sie noch mehr:

Chemie hoch 3

Chemie hoch 3“ steht für das Bekenntnis der Chemie-Branche zur Nachhaltigkeit. Hier übernehmen alle gemeinsam Verantwortung, vom Mitarbeiter bis zum Management. Anspruch der Initiative ist es, ökonomische, ökologische und soziale Anforderungen in Einklang zu bringen.
www.chemiehoch3.de

Elementare Vielfalt

Lust auf eine Ausbildung in der Chemie? Um die Entscheidung zu erleichtern, stellen die Chemie-Arbeitgeberverbände die Plattform „Elementare Vielfalt“ zur Verfügung. Sie zeigt unzählige Möglichkeiten in der chemischen Industrie auf – Ausbildungs- oder duale Studienplatz-Angebote inklusive.
www.elementare-vielfalt.de

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Fakten

Mehr Effizienz beim Waschmittel

  • 1992 kommt die Öko-Leichtflasche von „Persil“ in den Handel – mit 50 Prozent weniger Verpackungsmaterial.
  • 1994 entwickeln Forscher Waschmittel-Perlen („Megaperls“):
    Die Dosierung sinkt im Vergleich zum Pulver um 65 Prozent.
  • Seit 2008 sorgen Hochleistungsenzyme für volle Leistung bei
    niedrigen Temperaturen. Das spart enorm viel Energie.
  • 2010 stellt Henkel einen Waschkosten-Rechner ins Netz. Er zeigt Einsparpotenziale und errechnet den CO2-Ausstoß (persil.de).

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